Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
494
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494 MAK. Nr. 1587—1!>88.

Supplemente zum kiiiisfler-Lexicon.

1) [P. 14.] Die Verkündigung Maria. Maria kniet links vor demBotschemmel, und wendet den Kopf nach dem Engel, welcher linksmit der leeren Bandrolle kniet. Unten links in der Ecke der Name.11. :t Z. :( l, lir. 4 Z. I L.

2) [P. I!i.] Die Anbetung der Konige. Maria sit/t in der Mitte,und hält das Jesuskind Stehend auf den Knieon. Links kniet deralte König mit einem Kästchen, rechts hinter St. Joseph bemerkt mandie beiden anderen Könige. Im Grunde erscheinen zwei Hirten. Rechtsunten der Name. II. 4 Z. !» L. Hr. ti Z. !) L.

3) [P. 10.] Der in der Kapelle vor dem Altare betende Mann. Mitdem Namen und der Jahrzahl 149!). II. 9 Z Br. (i Z.

Dieses Platt haben wir schon im Künstler-Lexicon No. 14 be-schrieben. Es stellt wahrscheinlich den Herzog Georg den Deichenvon Niederbayern in seinem Oratorium auf der Trausnitz zu Landa-hnt vor.

4) [P. 17.] Ein bärtiger Greis und ein junger Mann in halbenFiguren unter zwei durch eine Säule gestützten Arkaden. Oben istdie Jahrzahl 14i)i», und links atm Pulte des Greises der Name desKünstlers. H. 8 Z. 2 L Br. 4 Z. 8 L.

V) [P. 18.] Die junge Frau und der Jüngling in halben Figuren,durch einen Pilaster mit verzierter Nische getrennt. Die Frau stehtlinks, und die langen Haare des Jünglings sind von einer Guirlandcumgehen. Nach unten der Name. II. It Z. 2 L. Br. !> Z.

(i) [P. 19.] Die Frau mit dem gewürfelten Schilde in einer kleinenKapelle mit zwei Säulen und drei Fenstern. Auf den Pflastern zu denSeiten sieht man zwei weibliche Figuren unter Baldachinen, und untenkniet ein Mann in Arabesken. Unter der Wappenhaltcrin der Nameauf einem Tafelchen. II 8 Z. 8 L. Br. H Z. 11 L.

7) [B. 9.] Die drei Bogenschützen links vor der Thüre des Hauses,wovon der eine nach dem rechts an den Baum gebundenen todton Mannden Pfeil abschiesst. Rechts vorn ist die Grahhöble des Mannes, undlinks unten steht der Name. II. ä Z. 10 L. Br. 9 Z. 2 L».

Bartsch erkennt in dieser Vorstellung die Marter des hl. Sebastian,die Sccne ist aber eher den Gestis Ronianorum Cap 4!i entnommen.Nach dem Tode des Vaters melden sich drei Bastarden als Erben,und der jüngere, vierte eheliche Sohn tritt ihnen gegenüber auf. DerRichter entscheidet dahin, dass derjenige der Erbe seyn sollte, welchermit dem Pfeile am tiefsten in das Herz des Vaters treffen würde. Derjüngere Sohn wendete sich mit Abscheu vor dieser Handlung ab, derRichter erkannte aber darin den wahren Sohn und Erben.

1587. Maria Angelica Kanfmann, Historien- und Bildnissmalcrin,M A "K f B e '*' z " <; '" ir 1741, gest. zu Rom 1807, hinterliess 32

' '" radirte Blätter, worunter solche mit männlichen BüstenM. A. K. f. gezeichnet sind. J. Boydell sammelte nach ihrem Tode diePlatten, und vereinigte die Abdrücke zu einem Werke.

1588. Giovanni Francesco Travani fertigte eine Medaille mitMAl\l<] /Q v dein Bildnisse der Königin Ohristina von Schweden

""'* und dem anscheinlich griechischen Worte Makelos,welches aber im Sehwedischen „unvergleichlich" bedeutet. Einige wolltendarunter die Bezeichnung eines Künstlers linden, und Anderen machtedie Erklärung viel zu schaffen, wie das Wort AATOM auf einer Me-daille Hedlinger's, welches ebenfalls im schwedischen Lexicon zu suchenist. Die Medaille mit obigem Worte ist aber von Oiovanni FrancescoTravani, einem römischen Zeitgenossen der Königin Christina.