Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
452
Einzelbild herunterladen
 

452 M. Nr. 1440-i 4M.

Hand. Auch ein Rad ist angebracht, und ein grosser Vogclflügel.Rechts unten in der Ecke ist der gegeben« Initial l\l, und auf einem ein-gelösten Rande steht « MORTAUA FACTA PEIUBVNT » II. 13 Z.Br. 9 Z. 2 L.

Ob sich der Buchstabe M auf Michel Angelo beziehe, bleibt zwei-felhaft. Die Zeichnung stimmt für ihn wenig, dass aber der Stiebvon einem Schüler des Agostiuo Vencziano herrühre, unterliegt keinemZweifel.

1440. Unbekannter Pormschneider, welcher in der zweiten Hälfte\aT TaF '^ cs "*' Jahrhunderts thiitig war. Er ist nicht eine Personwl z r\ mit dem Meister HA III. No. S87, dessen Zeichen eben-falls einem umgekehrten M gleicht.

1) Das Bildniss eines Gelehrten in halber Figur in % Ansichtnach links. Er sitzt vor dem Tische und legt die rechte Hand aufdasBucli, während er mit der linken eine Rolle hält. Rechts in halberHöhe das zweite Zeichen. II. 3 Z. 10 L. Br. :i Z.

2) Die Anbetung der Könige, Nachahmung des Blattes von A. Dürer,B. No. 3. Maria sitzt links vorn, grosser als im Originale. Josephfaltet hinter ihr die Hände. Ein König reicht dem Kinde das Käst-chen, letzteres greift aber nicht hinein, wie bei Dürer. Die Figurender Könige weichen von dem Originalschnitte gänzlich ab. HinterJoseph zieht sich ein altes Gebäude nach dem Mittelgründe hin, undin Mitte des Blattes sieht man Mauern mit einem verfallenen Aus-gange. In der Landschaft rechts ist berittenes Gefolge der Könige.

Diese Darstellung ist auf zwei Platten geschnitten, und zeigtüberall den Compilator, welcher vielleicht in Niederdeutschland lebte.Das erste Zeichen bemerkt man an der beschatteten Stelle der Mauerhinter dem Sitze der Maria, zunächst der linken Einfassung. So wiees gegeben, kann man ein umgestürztes M vermuthen. Es scheintnicht durch Vertiefungen der Mauer zufällig entstanden zu seyn.

1441. Unbekannter Pormschneider, welcher in Italien thätig war.. IÄA • Blätter m '' 'M' findet nrnn in folgendem Werke: Hec sub-' J- *• jeeta in hoc continenlur tibello. luriiosilio tnägri ppheteJoachim: in iibrü beati Cirilli de magnis tribulationibus et statusancle minis eclesie üfc. Impressum Veneliis per L. de Soaräis tüid,4. Der Zeichner gehört der lombardisch-venetiaiüschcn Schule an,und man könnte an Bencdeto Montagna denken.

Auch in einer Ausgabe von /'. Ocidü Metamorphosis. Tusculaniapud Benacum (Paganini) 1620 sollen Blätter mit M seyn.

1442. Johann Ludwig Ernst Morgenstern, Architekturmaler in

M Frankfurt a. M., ist unter den Initialen IL EM* bereits%: eingeführt, und mit Bezugnahme auf .jenen Artikel bemerkenwir nur, dass auf Architckturbildern der Buchstabe M mit dem Sternvorkomme. Auf Radirungen fügte er den Cursivbuchstaben mit demStern bei.

1443. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälfte* des 10. Jahrhunderts thätig war. Er kommt mit dem Mono-

JvJ grammisten HM VP III. No. 1282 in Berührung, in dessen Artikelwir ein allegorisches Blatt beschrieben haben. Neben dem Monogrammekommt auch der Buchstabe M mit dem Sternchen vor, und er deutetwohl den Kupferstecher an.

Ein zweites Blatt mit diesem Initial stellt Christus um Kreuze mitverschiedenen nackten und bekleideten Figuren vor. Links bemerkt