L S. Nr. 134Ö-1349. 433
3) Venus und Psyche auf Wolken. Letztere überreicht der staun-enden Göttin die Büchse aus dem Styx. Nach Rafaels Frescobild inder Farnesina. Rechts auf dem Täfclchen steht: RAPHA\INVEN\LS. H. 9 Z. 8 L. Br. 6 Z. 4 L.
1345. Unbekannter Kupferstecher oder Architekt, welcher umt \\s <v 1Ü43 in Italien thätig war. Man findet ein Blatt,■£*■ *J'-1J)H3- welches zur Linken eine Säulenhalle vorstellt,
die nach den im Hintergründe befindlichen Gebäuden führt. Linksunten ist das Künstlerzcichcn. II. 6 Z. 10 L. Br. 5 Z.
1346. Ludovico Scalzi, Architekt, Bildhauer und Erzgiesser von151)5 Rom, genannt del Duca, hinterliess Werke int o . Erz und Stein, und fertigte auch Zeichnungen*- >->, Lud. s. inu. zu Ornamenten. Auf einer Folge von 8 Blät-tern mit Goldschmiedsmustern in Oktogoneu stehen die BuchstabenLS mit der Jahrzahl 1!>!IU darüber. Cäsar Domcnici stach nach seinen^'■ichuungen sechs Blätter mit reichem Laubwerk und mit Säulen-Kapit&len. Auf diesen Blättern steht: Lud. s. inu., und Ludov. Scahi'nr>. lauf), 8 U nd gr . qll . 8. Nach Gandclli hat Scalzi selbst 14 Blätter"•it (irotesken radirt, fol.
1347. Lorenz Schilling', Eisen- und Wappenschneider, war inL^ § den ersten Decennieu des 17. Jahrhunderts in Frankfurt a. M.
' thätig. Er schnitt einige Stempel zu den Frankfurter Ge-dächtniss - Münzen, deren L. S. gezeichnet sind, darunter zwei Me-daillen auf den Cometeu von l(>18. Auf dem Medaillon mit dem Pro-spekt von Frankfurt und vielen Wappen steht ein aus L S gebildetesMonogramm. In Lersner's Chronik sind acht der auf Frankfurt sichbeziehenden Medaillen abgebildet.
Sebastian Furck hat nach Schillings Zeichnung einen schönenProspekt von Frankfurt gestochen. Auf diesem Blatte kommen eben-falls die Buchstaben L. S. vor.
1348. Louise Charlotte Soyer, geborue Landon, KupferstecherinL_j .£. zu Paris, ist durch Werke mit Modellen für Ebenisten,^•-'S. Tapezierer, Bronzegicsser, Goldschmiede U. s. w. bekannt.■~"**l , 7 1 ) r « Wir haben deren im Künstler - Lexicon aufgezählt. Manhudet aber auch Holzschnitte von ihrer Hand in dem Werke: Les* r an<;ais peints par eux-mdmes. Paris 1040. Auf solchen Blättern*on>men die ersten Buchstaben vor. In demselben Werke sind auchRätter mit den anderen Initialen, welche sich auf L. Stypukowskibeziehen.
1349. Lelio Scajoli, Münzmeister in Parma l!>80—1604, zeich-L. S. 1 nete Gepräge L. S. Dasselbe findet statt mit folgendenL, § y \ Meistern:
, • J Lndovioo Selvatico, Münzmeister von Modena 1011
" Ilü 1618, dann in Pesaro 1021, und in Parma 1120.bis .^| 0 ? ov i co Series oder Siries, Stempelschneider in Florenz 1765„ l«™3. Er arbeitete für den Grosiherzog Peter Leopold von Tos-kana i7ö!;_i7!)ü, für Ferdinand 111. 1700—1801, und für König Lud-tial e V0 / f trarien '801-1803. Auf seinen Gcprägen stehen die Ini-
'1 L. S. und L. S. F. sowie ein aus S L bestehendes Monogramm.178>- .°^ nar d Stockmar, Stempelschueider und Münzmeister in Eisenach
f V* 3 ?' zeichnet auch 1. L. ST.Denkm U » e Schrec k- iu Leipzig veranstaltete 1839 in Leipzig eine' '" muilz e, und fügte die Initialen des Namens bei.
«»»ograromUten Ud. IV, 28