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3S8 LG. Nr. 1096-1097.
kalypse, und im Hause des Gambara eine solche der Sündfluth. In derContrada dclle tre spade waren alle Häuser von Ihn in Fresco bemalt,es ist aber nichts mehr davon übrig. In der Kirche St. Maria delleGrazie bei Mantua sind Fresken, wie in der Cetbedrale zu Parma,wo er im Schiffe die Lebensgcschichtc des Heilandes darstellte. I>icGemälde in Oel sind selten, indem der Künstler 1878 im '.VI Jahredurch einen Sturz vom Gerüste das Leben verlor. Kr fügte auf seinenGemälden öfter dio Initialen des Namens bei. Die eisten Initialenfand Passavant auf einem Gemälde von 1!».'i7. Die zweiten Buchstabenmit der Jahrzahl 1570 kommen auf einem Gemälde mit der Hustedes jugendlichen Heilandes mit der Weltkugel vor. Wir sahen es ImKunsthandel.
1096. Unbekannter Kupferstecher, und vielleicht auch Maler,war um 151!j thätig. Wir kennen ihn nur durch einen Kupfer-stich, dessen Composition nach der Zeichnung des A. Dürer
auch in Holz geschnitten wurde. Der Kupferstich ist ein Gedenkblattauf einen Carthäuser, welcher dio hl. Jungfrau anruft. Maria stehtmit dem Kindo auf dem linken Arme und mit dem Srcptcr in derrechten Hand zwischen dem Täufer Johannes und dem hl. Bruno.Letzterer öffnet seinen Mantel, unter welchem eilf Carthänsei knioen.Zu den Füssen der hl. Jungfrau liegt ein Mönch mit dem Rosenkranz.Zwei kleine Kugel halten eine Bandrolle mit der Inschrift: BruderCunrad ei mitbruder der (/rossen kraft hat YSSEM. Oben ist einOrnament von Blättern, und links unten in der Kcko stellen die Buch-staben L G. Rechts ist die Jahrzahl l.'.ir,. H. <> Z. 2 L. Hr. 4 Z. \i L.Dieses sehr seltene Blatt kennt auch Brulliot II. Nu. 1804, gibtaber die Jahrzahl nicht an. Er liest auf der Bandrolle der Kngel :Bruder Cunradei mitbruder der grossen Karthausse n. Die obigeLesart scheint nach Passavant richtiger zu seyn.
1097. Unbekannter Formschneider, welcher in der ersten HälfteT Cr"T Ct ( ' ls 17. Jahrhunderts thätig war, und vermuthlich mitie»/ JJ *"* dem Monogrannnistcn ßi III. No. !(7 Kine Person ist.Holzschnitte mit den Initialen G I. lindet man in der sogenanntenDilherr'schen Bibel, welche hei Christoph Kndter in zweiter Auflageerschien: Biblia. Das ist die gavtze heilige Schrift deutsch HerrD. Martin Luther —. Nürnberg Kilo, fol. Die ersten Buchstabenfinden wir auf vier Holzschnitten, welche die Geburt Christi, das Abend-mahl des Herrn, die. Krönung Maria und die Ansgiessung des hl. Geiltetvorstellen. Diese Blatter kommen in einem Missale Romanum vor,welches zu München Ißl2 gedruckt wurde. Vor dem Canon ist einHolzschnitt mit Christus am Kreuze MG zu den Seiten des Messersgezeichnet. Alle diese Blätter sind in foL
Kleiner als die ersten Initialen sind dieselben Buchstaben aufHolzschnitten in der Geomelria Practica von Schwester, Nürnbergo. J., 4. Diese Blätter stellen Verrichtungen der Frldmosskunst inLandschaften vor.
Dann finden wir noch eine Titcleinfassuug mit LG, welche weiterabstehen, wie oben gegeben. Die Bordüre gehört zu G. Scherer'sPostill. München, Nie. Heinricus iftOli, fol. Oberhalb der Titel-schrift ist Maria in betender Stellung von Kugeln und Wolken um-geben. In der linken Leiste sind die Figuren der Evangelisten Marcusund Matthäus, in der rechten jene des Lucas und Johannes vorgestellt-Den Sockel nehmen dio vier Kirchenväter ein.