Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
348
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348 LP. Nr. 1089-1072.

Die See selbst ist mit mehreren Scgelfahrzeugen belebt. Rechts obenliest man: Dedii a Imiii de mon \ coeur et mon maitre | Le PrinceCharles de I Ligne. Dabei stellt das zweite Zeichen. Beide Land-schaften sind auf Eine Platte radirt. II. 8 Z. 10 L. Iir. 0 Z. Das-selbe Monogramm, mit der Jahrzahl 1700 steht auch auf einem ziemlichgut radirten Blatte mit zwei geflügelten Kindern, deren eines auf einemrechts hin schreitenden Hunde reitet, und sich nach dem zweitenzurückneigt, welches ihm nachläuft. II !> Z. \\ L. Br. 8 Z. 6 L.

1069. Ludwig Faber, Glasmaler, war in der zweiten Hälfte des17. Jahrhunderts in Nürnberg thätig. Seiner crwiihntDoppelmayer, ohne irgend ein Gemälde anzugeben. Daserste Zeichen findet man auf einem radirten und ge-stochenen Bildnisse des Gymnasinl-Lehrers Johann Lud-wig Faber in Nürnberg, welcher als Mitglied des I'egncsischen Blumen-Ordens den Namen Ferrando I. führte, kl. 4. Das zweite Zeichen mitderJahrzabl 1688 findet man auf einem Itlatte mit einer Darstellung dessogenannten Stilllebens, kl. 4. Es könnte leicht seyn, dass der Gym-nasial-Lehrer auf Glas gemalt, habe, indem Doppeimayr seinen Glas-maler Johann Ludwig Faber nennt.

1070. Louis Henri deFontenay, Genre- und Bildnlismalet, geh.zu Amsterdam den 1!i. Mai 1800, war der Sehn eines franzö-sischen Edelmanns, welcher als Emigrant 18S0 in Amsterdamstarb. Schüler von .1. Sinies, gründete er seilen 1823 durchBildnisse in Miniatur seinen Ruf, da ihn der König nach demHaag berief, um dessen Portrait zu malen. Im Jahre 1824

wurde er als Hof-Miniaturmaler angestellt, kehrte aber nach drei Jahrenwieder nach Amsterdam zurück, wo er von jetzt an Cubinetstücke in(»cd malte, und nur nebenbei Bildnisse in Miniatur und Tusch aus-führte. Im Pavillon hei Hartem ist ein sehr schönes Gemälde, welcheseine Scene aus dem Lehen des Malers Frans van Mieris verstellt. Auchin Privatsammluugen zu Amsterdam sind Bilder von ihm, und daruntersolche mit dem Monogramm

1071. Lucas Purtenagl, Maler von Augsburg, ging aus der Schule■ -|—^ des Thomas Bnrgkmair (1400—G>2!>) hervor, und mau

L kann daher annehmen, dass seine Bilder die Richtung

^ I a p a des Hans Burgkmair verrathen, wenigstens jeneseiner-I —^ -*- früheren Zeit. An die frühere Weise dieses Meisters

erinnert ein Gemälde in der Gallerie zu Augsburg, welches aus demKaihariuenstift daselbst stammt, und in einen Giebel ausgeht. Die ein-zelnen , durch reiches gothiscoes GestAnge getrennten Abtheilungen

enthalten folgende Darstellungen: In der Mitte der unteren Reihe sinddie römischen Kirchen der heiligen Sebastian und Laurent JOS mit denbezüglichen Heiligen, und zwischen beiden St.. Stephan. An der zweitenKirche Steht: 1002 lürli'.sia liuiiis suurli J.niirriitii. /.. /<'. Zu denSeiten sieht man die hl. Helena, welche von einem Bischof die Nägeldes Kreuzes Christi empfängt, und in ihrer Gegenwart wird Kaiser

Constantin gekrönt Die obere Reihe enthält in der Mitte den Ver-

rath des Judas au dem Herrn. Auf der einen Seite wird die hl. He-lena feierlich begrüsst, auf der anderen findet die Erweckung einesTodten durch die Berührung mit dem wahren Kreuze Christi statt.Dieses Gemälde zierte mit fünf anderen den Saal des Capitelha.usesin dem genannten Stifte. In den Annalen des letzteren, welche l7Kfldie Nonne Dominica Erhardtin im Aultrage der Priorin Catharina RosaBaronin von Badmann aus den Urkunden und Kaurochniingon zusam-