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941. LAZARVS BASTIAN «teht auf einem Gemälde in
der Gallone Correr zu Ve-nedig, welches die Verkündigung Maria vorstellt. Oben erscheint Gottvater, und im Lichtstrahle schwebt die Taube herab. Die Handlunggeht in einem verschlossenen Hofe vor. lieber die niedere Mauerhin sieht man zwei Ilauser, und am Horizonte eine Ilügelrcihe. Va-lari macht uns Lazarus Bastian zwei Künstler, nämlich einen Lazarusund einen Sebastian als Brüder des Vittorlo Carpacdo oder Scarpaccia,wie er ihn nennt. Es handelt sich von einem Lazaro Sebastiani, voneinem Sohne des Sebastian. Der Vater ist jener Scr Lazaro de Bastian,dessen Oicogna No. 2113 seiner Codices im Matrikel der Scuola disan Qirolamo erwähnt. Diese Matrikel sind um 1470 angelegt. La-zarus Sebastiani war Schüler, nicht Bruder des Carpaccio. In Venedigwaren früher mehrere Werke von ihm. In der Akademie befindet sichnoch eine Kreuzabnahme von seiner Hand.
942. Unbekannter Pormschneider, welcher in Strasshurg, injjj jn Hasel oder in Augsburg gelebt haben konnte. Für dieLD/J__/t5 letztere Stadt spricht seine Theilnahme an dem Schnitte
der Illustrationen zum Weitikunig nach Zeichnungen von Hans Burgk-niair Und Hans Schauffelin, Dieses Werk Hess der Kaiser Maximilian I.vorbereiten, es war aber bei seinem IUI!) erfolgten Tod bekanntlichnoch nicht vollendet. Nach Bartsch P. gr. VII. p. 220 befindet sichauf Blatt No. 78, welches eine Schlacht in zwei Ahtheilungen vorstellt,das zweite Zeichen, welches sicher dem Träger des ersten angehört.Dadurch gewinnen wir einen Anhaltspunkt für die Zeit, in «elcherder Künstler gelebt hat. Der schöne Titolholzschnitt mit dem erstenMonogramme führt uns aber nach Basel oder Strasshurg. Diese reicheBordüre ist zuerst benützt zum „Schiff der penitent» uü butstrirhung.Aus dem Lateinischen.' 1 Ohne Ort und Jahrzahl, fol. R. Weigelzählt dieses Werk im Kunstkatalog No. 18,360 (14) unter den Schriftendes berühmten Gailer von Kaisersberg auf, welche der Mehrzahl nachbei Grüninger in Strassburg gedruckt wurden. Nur einzelne Schriftenerschienen zu Basel und in Augsburg, das erwähnte Schiff der Penitentzhat aber keine Ortsangabe. Der Entwurf zur Titelcinfassung geht vondem berühmten Johannes von Fck, dem Gegner Dr. M. Luther's aus,wie aus dem Titel einer anderen Schrift des Geiler von Kaiserabergerhellet: Das Schiff des Heils. Nach der Figur, die üoetor Jo-hannesron Eck gemacht hat »u Ingolstadt: bewegt aus den predigtendes teirdigen Herrn Doclor Johannes geiler ton heisersperg etwanPredicant zu Strassburg in drin lilsiis. MDVII. Strassburg, Griin-ninoer tSI'2, fol. Die Veranlassung zu dieser Composition war ver-mut'hlich das Schiff der Penitentz, von welchem demnach Johann vonEck schon in Handschrift Kunde gehabt haben dürfte. Es erschienaber nicht 11107, sondern erst später in Druck, zu welchem das Bildin Holz geschnitten wurde. Unten rechts in einem Kirchcngcbäudehört der Priester einem Manne die Beichte an, und hinter ihm stehtdie Frau. Links ertheilt der Priester das Abendmahl, und nach obenan der Säule zwischen beiden Bildern ist das erste Zeichen einge-schnitten In der linken Randleiste sieht man das Schiff des Heilsauf der See, deren Wellen ans Ufer schlagen. Zum Schiffe führt vonda aus eino Leiter, und zwei Matrosen sind beschäftigt, Wasser aus-zuschöpfen. Ein anderer Mann besteigt eine der vielen Strickleitern,und bereits reicht ihm der Engel über dem Mäste die Händo. Obenlinks sitzt Maria vor Heiligen in Wolken, nach dem thronenden Hei-lande gewandt, welcher in der Mitte oben die Weltkugel hält und mit