Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
241
Einzelbild herunterladen
 

KWG-KZ, Nr. 8S3-8S6. 241

führt seine Hcerde zur Tränke am Ufer eines See's oder breitenFlusses am Berge. Auf der Schrifttafel des Monumentes steht dieJahrzahl MDCCCXV, und links unter der Vorstellung bemerkt mandas zweite Zeichen mit dem Beisatze inv. et del. Die Gegenständesind zu sehr überhäuft, die Lichter zerstreut, die Kreide aber mitvieler Sicherheit und Freiheit gebandbabt. Bäume und Pflanzen ver-rathen ein sorgsames Studium der Natur. H. UZ, 1 li. Br. 7 Z. 4L.

853. Unbekannter Illuminirer, welcher in der ersten Hälfte desK W C *"' Jahrhunderts thätlg war. Heller spricht von einemÄ. W. U. sc i 1( )i, ilhuninirten Exemplare des Dürer'schen Blattesmit St. Hicronymus in der Wüste. Unten rechts in der Ecke stehendie Buchstaben K. W. G. Wir haben von einem zweiten Blatte keineKunde.

854. K. W. Kielinski, Landschafts- und Geuremaler und Rudirer,^^/^ machte seine Studien in Paris, und bereiste auch

Jls. rV- y[/ Polen und Rassland. Bei dieser Gelegenheit fertigteer eine grosse Anzahl von Zeichnungen, und radirte Bn verschiedenenOrten auch in Kupfer, so dats auf den vielen von ihm vorhandenenBlättern ausser den Jahrzahlen um IN40 auch der Ort angegeben ist.R. Weigel gibt im Kunstkatalog No. 10,402 das Werk dieses Künstlersauf 189 geistreich radirte Blätter an. Sie enthalten Sccncn aus dempolnischen Volksleben, Portraitc, charakteristische Köpfe und Figuren,ThierStudien, Landschaften, Prospekte, Wappen u. s. w., theils nachOrlowski, Plonski u. A. Dns Format ist meist 12. und noch kleiner,dann 8., 4. und fol. Die Blätter bilden keine Folge, und kommendaher einzeln vor.

855. Giambettino Cignaroli (170(5-1770) scheint sich manchmal

k V li 7V IIK) AfW n ( l cr griechischen Buchstaben bedient zul\I l\l\ AMLS1U-*. U. haben In der k k Gallerie zu Wien

ist das Bild der Madonna mit dem Kinde unter einem architektoni-schen Bogen auf Wolken sitzend. Vor ihr kniet die hl. Ottilia mitdem Palmzweige, und daneben steht St Petrus Martyr. Dieses Ge-mälde ist 8 Fuss 1 Zoll hoch.

856. Unbekannter Maler, welcher um 1888 in München thätig

Ky war. Im kleinen Rathhaussaale daselbst ist ein grosses Ge-"• mäkle, welches ein Turnier auf dem Bchrannenplatze in Münchenvorstellt. Turniere fanden bei Gelegenheit der Vermählung des HerzogsWilhelm V. mit der Herzogin Renata von Lothringen am 22. Februar1868 statt, und sie sind nebst den übrigen Feierlichkeiten durch Kupfer-stiche des Nikolaus Solis bekannt. Der Zeichner der Abbildungen indiesem Werke hat auch das erwähnte Turnier in Oel gemalt, wir findenaber keinen Anhaltspunkt zur Deutung der Initialen K Z. Zu jenerZeit lebte in München kein Maler mit dem Anfangsbuchstaben Z.Wolfgang Zentz kommt im Zunftregister vor, es verschwindet abernach 1846 seine Spur. Ein K. Zentz ist nicht eingetragen. ChristophZimmermann kam um 1590 in Dienste des herzoglichen Hofes, und essteht sehr im Zweifel, ob er lirintnph statt Christoph geschriebenhätte. Diess ist auch der Fall mit Christoph Zwickhopf, welcher 1549mit Hans Mielich die Belageruns von Ingolstadt in einem grossen Holz-schnitt darstellte, worüber wir III. No. 1246 gehandelt haben. Zwick-hopf oder Zwikopf war nicht Drucker und Formschneider allein, son-dern auch Maler, als welcher er verschiedene Vorfälle gezeichnet

Monogrammlaten Bd. IV. 16