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4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
216
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216 K. Nr. 745-748.

Mit grösstem Beifall wurde 18!>2 die Ansicht von Trazberg auf dem Vor-gebirge im Iunthtilc aufgenommen, sowie eine grosse Morgeulandscliaftnach Motiven in Tyrol. Graf Kaikreuth ist der modernen Effekthaschereifremd. In allen seinen Bildern herrscht eine elegische Stimmung. Siesprechen durch eine tiefgefühlte Auffassung der Natur, durch zartenFarbensinn und eine harmonische Durchführung an ; die erwähntenTyroler Landschaften sind aber bei diesen Vorzügen von grosser Wirkungin der kaum zu übertreffenden Durchführung der Linear- und Luft-perspektive. Diess ist auch mit der Ansicht des Schlosses Gollingbei Salzburg, mit der Ansicht von Salzburg mit dem hohen Göll, undmit anderen späteren Bildern aus Tyrol und dem Salatburgischen derKall, Kaikreuth überschritt auch die Alpen, um ihre südliche For-mation kennen zu lernen. Eine Ansicht des Schlusses des Herzogsvon Genua von der Alpenseite genommen brachte er I8ä.'> zur grossenAusstellung in Paris. Dieses Gemilde erwarb der König von Proussen,welcher dem Maler den rothen Adler-Orden verlieh. Graf Kaikreuthbereiste auch die Pyrenäen. Kino Ansicht des Sec's Senile jo beiBagnercs de Luchon war auf der Pariser Ausstellung von ISIi.'i zusehen. Im Museum zu Königsberg ist eine grosse Landschaft mit, demLac de Gaubp in den Pyrenäen. Auf diesem Gemälde kommt das ge-gebene Zeichen mit der Jahrzahl l(t!i() vor, und es ist anzunehmen,dass sich der Künstler dessen öfter bediente. Man wird eher I( alsS K lesen. Graf Kalkrcuth ist seit 1801 Direktor der Kunstschulein Weimar.

745. Julius Koeckert, Genre- und Landschaftsmaler, machte seineStudien auf der Akademie in München,und gehört seit 18,'iO zu den tüchtigstenKünstlern seines Faches. Durch die Vcr-loosungen des Kunstvereins der genanntenStadt gingen mehrere seiner Gemälde inden Privatbesitz über. Er fügte meistensden Namen bei, nur auf kleineren Bildern

und auf Zeichnungen kommt der Buchstabe K vor. Wie hier gegebensteht er auf einem schönen Gemälde, welches eine Sennerin vor ihrerHütte vorstellt, wie sie bei Sonnenuntergang sehnsuchtsvoll nach demZug der Vögel blickt.

746. August Keszner, Landschafts- und Genremalcr, besuchte/~f/~) In Berlin die Schule des Professors F. G. Weitsch,

/l -1 on n un d trat 8 e 8 en '^29 mit seinen ersten Werken hervor.QJ ly'8^9 Auf solchen Bildern kommt der Buchstabe K vor. Diespäteren Schicksale dieses Künstlers kennen wir nicht.

747. Ludwig Kester, Landschaftsmaler, war um 1838—1844 inr\- - München thätig. Er machte Studien im bayeri-f/ scheu Oberlande, und daher bestehen seine Bilder/) /X>7S> '" Gebirgslandschaften. Auf einem solchen Ge-

i / C • 'ooO- mäkle kommt das Monogramm mit der Jahrzahl11)30 vor.

748. Unbekannter Kupferstecher, welcher um die Mitte des/-f/y 18- Jahrhunderts thätig war. Man findet dieses Zeichen aufrpf einem ziemlich rauh radirten und mit dem Stichel vollendeten

<y) Blatte, welches eine nackte weibliche Figur auf dem Ruhe-bette vom Rücken gesehen vorstellt. Rechts oben schwebt Amor mitzwei Bändern. Der Hintergrund ist dunkel. Rechts unten steht:A. da Corregio, und links das Zeichen. H. 10 Z. 3 L. Br. IS Z.

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