212 K. Nr. 733—738.
Deutung, weder der eine noch der andere Schriftsteller sagt aber, wosich Gemälde mit diesem Zeichen finden.
733. Unbekannter Kupferstecher oder Verleger, welcher inVT Italien gelebt haben muss. Bartsch XVIII. p. 8. fand diesenvi Buchstaben auf einem Blatte von Bartolomeo Passarotti mit der
heil. Familie. Maria sitzt mit dem schlafenden Kinde im Schoosse,und links bemerkt man die halbe Figur des hl. Joseph Am Fensterist das Zeichen in den dunklen Grund gestochen. II. 6 Z. 6 L. Br.6 Z 3 L. Passarotti hat das Blatt radirt, und somit kann nur voneinem späteren Abdruck die Bede leyn.
734. Lukas Kilian scheint das Blatt von Barthcl Beham mit denJJ5—— vier Todtcnköpfen von der Gegenseite copirt zu haben B.
No. 28. Auf einem niedrigen Gemäuer liegt ein nacktes Kind—öl mit über die Brust geschlagenen Händen, die Füsse schräg
nach dem Beschauer gerichtet. Ihm zur Seite links stehteine Sanduhr, und darüber die Inschrift: MORS. OMNIA. AKQVAT.Vor dem Mäucrchen befinden sich vier Todtenköpfe, aber nicht ingerader Linie. Das Täfclchen mit dem Zeichen bemerkt man obenin der Ecke der Mauer. II. 3 Z. Br. 2 Z. 11 L.
Dieses Blatt ist nicht zu verwechseln mit einer anderen Copie,welche im Täfelchen das Monogramm L K mit der Jahrzahl /CM hat,und ebenfalls dem L. Kilian zugeschrieben wird. Die Platte zuder erwähnten Copie befindet sich in der fürstlich Wallerstein'schenSammlung.
735. Unbekannter Kunstsammler , welcher im 17. Jahrhunderte
Klebte. Auf den Kupferstichen und Zeichnungen aus seiner Samm-lung ist ein Stempel eingedruckt. Sie gehören alle einer älterenZeit an.
736. Clemens Kohl, Kupferstecher, geb. zu Prag 1754, gest. zuR. SC. I Wien 1807, hinterliess viele Blätter, und darunter Bild-
' > nisse von Gelehrten und Dichtern. Die Portraite von C.
K. SC. j F. Weisse und M. C. Lichtwehr sind K. sc. gezeichnet.
737. Dr. Carl Urban Keller, Kunstliebhaber von Stuttgart, radirt«f, mehrere Blätter, auf welchen der Cursivbuchstabe vorkommt, es-K- wird ihm aber auch das Blatt mit dem gegebenen Buchstaben an-gehören. Er steht links unter einer radirten Landschaft, welche ohneZweifel eine Ansicht aus der Schweiz gibt. In der Mitte des Blattesist ein Haus am Ufer eines von Bergen eingeschlossenen Sees hintermit Reben bewachsenen Geländern. Ein ähnliches Geländer siehtman links am jeuseitigen Ufer, und auf einer Anhöhe steht ein zweitesHaus bei hohen Bäumen. Am Ufer sitzen zwei Fischer, und einSchiffer ist im Nachen. Eine Frau blickt nach den Fischern. H. 3 Z.3 L. Br. 4 Z. 1 L.
Dieser Prospekt scheint nach der Zeichnung des Malers LudwigHess radirt zu seyn.
738. Franz Kanitz, Zeichner und Maler in Wien, unternahmtf. Reisen in den Donaufürstenthümern, und fertigte bei dier Gcle-
<V genheit eine Menge von Zeichnungen, welche theils durch denHolzschnitt bekannt sind. Den Buchstaben K findet man auf einemHolzschnitte in der Leipziger illustrirten Zeitung, Jahrgang 18S3.Das Blatt stellt Montenegriner im Kampfe mit Türken dar. Die ge-nannte Zeitung enthält noch mehrere andere Holzschnitte nach diesemMeister, auf den meisten steht aber der Name.