Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
195
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IW. Nr. 6S3-0S6. t9S

653. Johann Willenberger, Formschneider aus Schlesien, kommt[ W schon oben mit einem aus den Curäiven J W bestehenden

' Monogramme vor. In Paprocki's Beschreibung der StädteBöhmens 1608 sind Ansichten und Vignetten von ibm. Für diesesWerk schnitt er auch das Bildniss des Kaisers Rudolph II. in Holz.In Iliirnnt's Reise nach Jerusalem 1606—1607 sind ebenfalls Holz-schnitte TOn Willcnhcrger. Er lebte im ersten Dcccnnium des 17. Jahr-hunderts iu Prag.

654. Unbekannter Kupferstecher, welcher In der zweiten Hälfte1 \y des 1(i - Jahrhunderts gelebt hat. Er stach das Bildniss des

Albrecht Dürer im Brustbild mit langen Haaren, welche aufden Pelzkragen fallen. In der Einfassung, welche den Kopf bis zumKleide umgibt, steht: Albertus Durerus. Noricus. Inier. Pictores.Fädle. Princeps. f.37 l, und oben darüber / W t Durchmesser 3 Z.7 L. Dieses Blatt ist nicht von Johannes oder Jeronymus Wierxgestochen.

655. Johannes Wierx, Zeichner und Kupferstecher, geb. zuI W T W , f 1 Amsterdam 1S48, hinterHess eine grosse Anzahlt'™/'. ' , [ f " I von Blättern, welche im Stiche jenen des Antonl, W. mv. et Icc.) und Hieronymus Wierx vollkommen gleichen. Aufeinigen Blättern nach Martin Hcemskerk, Martin de Vos u. A. kommendie Initialen /. W. vor, man kann aber nicht immer unterscheiden, obsie von Jobann oder Jeronymus Wierx gestochen sind. Das Bildnissdes Goldschmiedes Quintiu van der Gracht, /. W. 13Q4, ist von ihmgestochen; obgleich aber auf einigen Blättern /. Wierx inv. el fec.steht, so ist es doch ungewiss, ob die Blätter mit /. W. inv. el fec.von ihm herrühren, wie die vier Evangelisten mit ihren Symbolen inlandschaftlichen Umgebungen aus W. Haecht's Verlag von 1580, qu. fol.Dasselbe ist auch der Fall mit der Allegorie des Sieges der Wahrheit•wer die Dummheit und den Neid aus II. Liefrinck's Verlag, kl. fol.Die Bezeichnung /. W. inv. el fec. kann sich auch auf JeronymusWierx beziehen , und man schreibt diese Blätter demselben auch zu.»eronymus Wierx zeichnete aber noch öfter //. W., III. W und I R. W.Auf drei Blättern mit allegorischen und historischen Beiwerken — LexNolurae, Lew, Oratio — steht: M. de Vos inv. I. W. fec. P. Ballens•sc., kl. qu. fol. Die Blätter mit weiblichen Büsten in ovalen Ein-fassungen, welche die sieben Todsünden vorstellen, sind bezeichnet:Phil, (lulle inv. et exe. I, W. sc, gr. 8. Dann existirt auch eine•"olge mit verschiedeneu Pferdera<;en aus dem Stalle des Prinzen Johannvon Oesterreich : .Johann. Stradan. inv. I. W. sc. Phil. Galle exe,l(l - qu. fol. Einige schreiben diese Blätter dem Jeronymus Wierx zu.

Von Johann Wierx ist wahrscheinlich die schöne Copic des ersten»Jattes der llochzcittäuzer von H. Aldegrever, B. No. 160. Diesesf'att, stellt einen Mann mit dem Stocke vom Hunde begleitet vor.H. 4 Z. 4 L. Br. 2 Z. 11 L.

656. Jan van de Velde, nicht Jan Wildens, ist der Verfertiger/ i yr /ec.it. von S0CDS radirten Blättern, welche Brulliot II. No. 17(50-^ ' dem letzteren zuschreibt, da ihm der Buchstabe W aufv »n de Velde nicht erklärlich schien, sowie er überhaupt die Buchstabennicht genau gibt. Man muss sich zwei in einander gestellte V denken.10 Blatter mit den Ansichten der holländischen Schlösser stimmen in£°>chnung, Stich und Charakter ganz für J. van de Velde, aber nichtm't J : Wildens, den Kunstgenossen des P. P. Rubens. Diess ist auch"'t einer anderen Folge der Fall, welche Dorfansichten gibt, und die

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