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4 (1871) IMM - SH
Entstehung
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60
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60 IOH. Nr. 167.

Judoci Vyt prece fretus — VersV se X ta Ma I Vos Co L LoCala

Cla t Ver f. Aus dem Chronostichon ersehen wir, dass das Gemälde,den (i. Mai 1432 vollendet wurde. Man hat lange geglaubt, dass derHerzog Philipp von üingund dieses ehedem ans 24 Stücken bestandeneWerk habe fertigen lassen. Johann van Eyck war Hofmaler undVarlet de Chambre desselben. Im Jahre 142« war er im Gefolge desGesandten, welcher um die Band der Prinzessin Elisabeth, der Tochterdes Königs Johann I. von Portugal, werben jrmsste. Johann van Eyckmalte in Lissabon das Bildnis» derselben, und schickte es nach Flun-dern. Herzog Philipp der (Jute von Burgund würdigte den Künstlereiner besonderen Auszeichnung. P> stand 1432 einem Kinde desselbenzur Taufe, und Hess ihm als Pathengeschenk sechs silberne Tassen über-reichen, wie wir aus L. de Laborde's Ducs de ßourgogne p. 341 ersehen.Der Name des Kindes ist nicht erwähnt, doch weiss man, dass derKünstler eine Tochter hatte. Nach einer Aufzeichnung von 1448 auf144!) erhielt Lycnnie QHennie) van der Eecke, fllle de Jehan vander Hecke, jadis painlre , heim Eintritt in das Kloster zu Mazeckdie Summe von 24 Frs. Mazeck ist Maeseyck, und man könnte daherannehmen, dass sich auch die Tochter an die Gebnrtsstadt des Vaterswandte. An die Mutter der Hennie erinnert ein Gemälde des Jan van Eyck.Sie war 1439 33 Jahre alt, als er ihr ßildniss malte. Im Jahre 1443^verkaufte sie das ihrem Gatten gehörige Haus bei Torre Brugsken inBrügge an Herman Rcysseburg. Es mag somit das Vermögen desJan van Eyck nicht gross gewesen seyn, und daher erklärt sich dasAlmosen (pour Dien et aulmosne) von 24 Frs. beim Eintritt derTochter ins Kloster. Wenn Johann van Eyck 1370 geboren ist, sohatte er ein Alter von 70 Jahren erreicht, und 62 müsste er gezählthaben, als ihm 1432 eine Tochter geboren wurde. Graf L6on deLaborde durchforschte zum Zwecke seines Werkes : Les Ducs de Bour-gogneetc. Paris f04ö ff., viele Rechnungen des Herzogs Philipp, under fand namhafte Zahlungen und eine Gage dos Künstlers angemerkt.Dennoch musste die Frau desselben das Haus verkaufen, und dieTochter kam mit dem Almosen ins Kloscr. Sic muss aus zweiter und späterEhe stammen, wenn ,1. v. Kyck jener Meester Joes van Hycke ist, welchenLaborde mit seiner Frau Margrietle van Hycke in einem Bruderschafts-buchc von Unser Lieben Frau ter Radien in Gent 1391 erwähnt fand,und mit unserm Meister identificiren will, weil in denselben Registern1412 auch Meester Hubrecht van Hycke, und 1418 Margrietle vanHycke vorkommen. Es ist indessen kaum zu denken, dass unser Janvan Eyck 1301 schon ein verhofratheter Meister war, da er kaum21 Jahac zählen konnte. Jener Joes van Hyke muss daher ein andererMeister soyn, wenn nicht der Vater des Hubert und der Margarethavan Eyck. Johannes van Eyck heisst in den Documenten hei Leonde Laborde 1424 Jehan de Heic, jadis painlre et varlet de Chamhrede feu MS. le duc Jehan de Bayvie're. Er war also anfangs Hofmalerdes Herzogs Johann von Bayern, oder des Herzogs Johann von Brabant,des zweiten Gemahls der Jakohäa von Bayern, welche 1424 starb. Von1424 an war Johann van Eyck Hofmaler und Kammerdiener (varlet)des Herzogs Philipp von Burgund, und er kommt noch 1436 in Rech-nungen vor. In letzterem Jahre musste er eine Reise unternehmen, esist aber der geheime Zweck derselben nicht angegeben. Der Künstlerwar aber noch 1439 thätig, und man kann schwer annehmen, dass erdamals schon gegen 70 Jahre zählte. Das Gemälde mit dem NamenIOHES DE EYCK FECIT CPLEV1T 1439 stellt die heil. Jungfraumit dem Kinde in reicher Umgebung vor, jetzt in der Gallerie zuAntwerpen. Der Name Eyck ist fast so geschrieben, wie oben in