Druckschrift 
5 (1879) SJ - Z
Entstehung
Seite
187
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ü.

927. Johann Georg Unger und Johann Gottlieb Friedrich Unger,

Vater und Sohn, welche als Formschneider in Berlin^y— thätig waren. Un^er, dor Vater, wurde 1715 in einem

Dorfe bei Pirna geboren, or kam als Buchdruckernach liorlin, wo er sich später ausschliesslich mit_ dorn Formschnitt beschäftigte und 1788 gestorbon

^^ «£j£« ist. Dor jüngere Unger, geb. 1755, gest. 1804,

bildete sich ursprünglich ebenfalls zum Buchdrücke!aus, als Formsehnoidor übertrafen seine LeistungenTr .• TT mm (> '^'° 8 °i u, ' s Vaters. Boido bloibon jedoch in ihrer4 O Bohandlungsweise noch sehr vom Kupferstich ab-

hängig und, bei aller mechanischen Geschicklichkeit,kommen ihro Arbeiten nicht denen englischer Form-\J Seil- Schneider joner Zeit gleich. Immerhin aber babon

die beiden Unger das Vordienst, die Wiederaufnahmedes Holzschnittes in Deutschland angeregt und ge-fördert zu babon. In Anerkennung ihrer Bestreb-ungen wurdo der jüngere Unger Mitglied der Ber-liner Kunstakademie und später 1801) an derselben Professor dor Holz-schneidekunst; sein Nachfolger als solchor war Gubitz. Kino grossoAnzahl der Unger'schen Blätter findet sich im Künstler-Lexikon ver-zeichnet; dio boidon Künstlor pflegten in obiger Weiso zuweilen ibronNamen anzudeuten.

928. Carl Wilhelm Uhl, Maler, geb. zu Dan/ig 18U2, bildoto sichan dor Akademie zu Berlin und machte sich Anfangs durchSchmelzmalereien bekannt. Spätor malte er in Oel und zwarBildnisso, Genrebilder und historische Darstellungen.

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929. Friedrich Ludwig Unzelmann, Formschneidor, gob. 1707 inXJ Braunschwoig, machto soine Studien an dor Akadomie zu Berlin,"nd bildoto sich dann für sein Fach unter der besonderen Leitung vonGubitz aus. Im J. 1843 wurdo or Mitgliod dor Berliner Akademie und1845 erhielt or den Profossortitel. Fr starb auf einer Reise am 2i>. Au-gust 1854 zu Wien. Während er in soinon früheren Arbeiten noch zus ohr an der Stichmanier festhielt, wurde soino Behandlungswcisc späterfreior, malerischer und sehr wirkungsvoll. Soino Schnitte sind zahlreich"nd lnaiiiuchfaltig. Kr arbeitete u. A. für Baezynski's „Geschichte dernoueron Kunst"; SponchU's „Geschichte des dreissigjäbrigon Krieges";ffir das „Nibolungonlied", Leipzig 1840, nach Zeichnungen von Bendo-mann und Hühner; für Kuglor's „Geschichte Friedrichs d. Gr.", nachZeichnungen von A. Menzel; für dio Prachtausgabe dor „Volksmärchen"des Musäus, Leipzig 1844. Ausserdom lioferto er verschiedene einzelnegrössere Blätter, wie Franz von Siekingen's Tod, Gutenberg, beide