Druckschrift 
5 (1879) SJ - Z
Entstehung
Seite
95
Einzelbild herunterladen
 

TV

'I

459. Dieses Zeichen ßndut 111:111 auf einem Holzschnitte aus dem15 Jahrhunderte. Kr stellt die Marter des heil. Sebastian

Til.ir. Der Heilige sieht mit einem Tuche um die Lendenin Mitte dos Blattes an einen Pfahl gebunden and neigtdiis mit dem Nimlius versehene Haupt, nach links. Zu (Ionbeiden Seiten des Blattes sieht man drei Männer mit ge-spannten Bögen, um die Pfeile auf den Heiligen abzuschiesson. FünfPfeile stecken bereits in seinem Leibe, Ausser den Schützen sind nochzwei bärtige Männer zu sehen, von welchen jener zur Linken mit derHand'auf den Märtyrer deutet. Rechts oben ist der Buchstabe T.

Unter dem Bilde ist, ein gedrucktes Gebet in 11 Zeilen: () duaaliger Sebastian wie t/roxs int dein glaub Hit für mich \ deinendienet vnxern herren — — vor aller be \ trübnisa vnd engsten leibsvnil der xele erleget werden. Amen. |[. 0 /,. 7 L., Br. fi Z. 0 I,.

Der Meistor T hat diese Darstellung zum Zweitenmale mit Ver-änderungen in Holz geschnitten, und dasselbe Gebet beigegeben. DerHeilige steht in Mille des lilallos ganz nackt, und ist mit, dem Klickenan einen Baumstamm gebunden. Zu beiden Seiten schiessen MännerPfeile auf ihn ah, und zwei andere sehen dem Vorfahren ruhig zu.Rechts (dien sieht das Zeichen. Die Figuren sind fast nur im umrissedargestellt, mil wenigen Sehallen. Zum Drucke ist Wasserfarbe an-gewendet. II. in H., Br. 0 Z. 10 I,.

460. Nagler führt in seinen handschriftlichen Notizen ein altes

(jemälde auf, welches den l'llias in einer Landschaft dar-stellt. Letzterer ist als Pilger gekleidet und trägt an derBrust dieses Zeichen. Nagler sagt nicht, WO er das Ge-mälde sah; alier er bemerkt ausdrücklich, dass das Zeichenkeine Kreuzform gehabt, sondern ihm als KUnstlerzeichenerschienen sei.

T

461.

T.

Dieses Zeichen (heilt Christ in seiner „Anzeige und Aus-logung der Monogrammatum'' dem Jaoopo Kobusti, genanntTintoretto, zu. Wir haben keinen Beleg für diese Angabe

gefunden Indessen kennen Haiidzeichnungen des Meisters indieser Weise signirt sein.

462. In der Galerie des Louvre findet sich ein Gemälde, die An-hefung der Könige darstellend, welches eine Zeit lang Hans

T Holbein den Vater, später dem Sehne zugeschrieben wardAuf diesem Gemälde, in der Nähe der Jungfrau und hinter denKönigen, sieht man eine Figur mit einem rothen Halsband, anwelchem ein l.eddselimuck mil einem T hängt. Letzteres kann einKUnstlerzeichen sein, aber auch, was wahrscheinlicher, nur eine frommeZierat li, ein Antoniuskreuz.