1112 GP —GS. Nr. 2908-2913.
ein Blatt Papier. An der Mauer ist ein kräftiger Schlagschatten.Ohne Zeichen. H. 94, Br. 70 str.
9) Dieselbe Vorstellung lichter gehalten, an der Mauer mit Pa-pieren. Ohne Zeichen. H. 107, Br. 84 str.
10) Ein Haus mit rauchendem Schornstein am Wege, uud vordemselben ein Wagen. Gegenüber ist eine Hütte. A. v. Velde Iß.'iO5 July. Copie nach v. d. Velde, für einen Engländer radirt, und J. Sbezeichnet. H. 50, Br. 84 str. Selten.
2908. unbekannter Zeichner, dessen Lebenszeit die beigefügteE> Jahrzahl bestimmt. Im k. Kupfcrstichkabinet zu Stutt-
/£ gart ist von ihm eine vollständige Copie der Passion
O" /S&2- von A. Dürer, fein mit der Feder schraffirt. Wir könneneinen Kupferstecher annehmen, es wäre aber gewagt, ihn mit einemder Monogrammisten III. No. 23!», 238, 242 identificiren zu wollen.An Georg Pencz und Peter Gottlandt ist nicht zu denken, in keinemFalle an den ersteren. Das Monogramm theilte uns der Herr HofrathDr. E. F. Rössler in Sigmaringen mit. Wir lesen G P.
2909. J. P. Girard, Zeichner und Maler von Paris, machte in der
G£> zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts in Italien Studien,:L und zeichnete eine grosse Anzahl von Gebäuden, Palästen,Kirchen, öffentlichen Plätzen und Ansichten von Städten. Diese Zeich-nungen sind mit Farben übergangen, in der zu seiner Zeit beliebtenGouachemanier behandelt. In ähnlicher Weise sind auch französischeAnsichten gemacht. Sie stammen aus der Zeit um 1792. Auf solchenZeichnungen kommen die Buchstaben G. P. vor. Ein anderer Theilseiner Zeichnungen ist mit der Feder umrissen und ausgetuscht. Einesolche Zeichnung mit der Ansicht von Paris und den gegebenen Buch-staben befindet sich in der fürstlichen Sammlung zu Wallerstein.
2910. Gottfried Rlngly von Zürich ist im zweiten Bande No. 578y^-v r~~ unter CR eingeführt, da der Buchstabe G nicht ganzvj\_/LJ^-^ deutlich hervortritt. Es ist aber auch das Monogrammnicht stereotyp. So wie hier das erste Zeichen erscheint es auf demBildnisse des Johannes Guler a Weineck, dessen wir 1. c. erwähnthaben. Das zweite Monogramm kommt auf Zeichnungen des Meistersvor, welche den Glasmalern dienten. Im weiteren s. IL No. 578, wodie Monogramme ergänzt werden.
2911. Louis Gustave Ricard, Fortraitmaler in Marseille, gehörtf—~j /7\ zu den renommirten Künstlern seines Faches. Er erhieltQjJ- Qk . 1851 die zweite, und 1852 die erste Medaille beidcrAus-
\_ Stellung in Paris. Auf der grossen französischen Kunst-ausstellung sah man neun Bildnisse von diesem Künstler, und darunterein männliches Portrait mit den gegebenen Buchstaben. Er fügte aberauch auf Figurenskizzen die Initialen bei.
2912. Emilie Rougemont, geborne Gohin, bildete sich unter Leit-r i . ung des Leon Cogniet in der Malerei aus, und ist seit 1848\A v\ als Bildnissmalerin vortheilhaft bekannt. Auf der grossen^ ' Kunstausstellung in Paris 1855 sah man schöne Bildnisse1 8 5.T mit den Cursiven GR.
2913. Georg Strauch, Zeichner und Maler, ist oben No. 384 ein-(J jSt C ty f K e f unrt > un d hier machen wir nachträglich noch auf
y-> p/J .'-'• das Bildniss dieses Künstlers aufmerksam, da es{-f.^Jtra . in. . 8 eine Lebenszeit genau bestimmt. Das Blatt ist radirtund Im Gesichte des Künstlers mit Tuschton übergangen. Unten steht: