Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
1103
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IMF— IMK. Nr. 2868—2872. 1103

theils den Namen, thcils die Cursiven mit del. et sc. Auch auf demTitclblatte des Museum diluvianum. Tiguri 1710, 8., kommen dieInitialen vor. Besonders schön sind die radirten Blätter, welche dieSitten und Gebräuche der Tataren in Landschaften vorstellen , und inGrossmann's Verlag erschienen, qu. fol.

2868. Unbekannter Zeichner, welcher in der zweiten Hälfte des17. Jahrhunderts gelebt haben könnte. Das gegebene Mo-nogramm findet man auf einem radirten Blatte mit einemweiblichen Brustbilde auf weissem Grunde. Die Damesieht nach links in 3 / 4 Ansicht, und die reichen Haare

fallen auf die Schulter herab. Um den Hals trägt sie eine Perlen-schnur mit Anhangstück. II. 4 Z. 2 L. Br. 3 Z. 3 L

2869. Unbekannter Kunstsammler aus früherer Zeit. Er versahdie Zeichnungen und andere Blätter seines Cabinets

h> IJ^IG <i mit einem Stempel in der gegebenen Form. Er ist

'--------------'^ aufgedruckt, und man wird ihn für kein Künstler-

zeichen nehmen.

2870. Unbekannter Zeichner oder Maler, welcher in der zweiten•r.Mfi • Hälfte des 17. Jahrhunderts in Deutschland lebte, und vielleicht

der Familie der Metzger angehöret. Wir kennen mehrered/'-^d ' radirte Blättchen von seiner Hand, meistens allegorische Figu-ren in verdrehten Stellungen und mit fliegenden Gewändern, als wenndie Falten aus nassem l'apiero bestünden. Auf einigen stehen diegegebenen Buchstaben. Die ersten entnehmen wir einem Blättchen,welches eine Frau vorstellt, deren mit Blumen gezierter Kopf auf eineDarstellung der Eitelkeit deutet. Die Cursiven stehen auf einem Blattemit der Vorstellung des Geizes unter der Gestalt eines alten Weibesmit dem Gcldsack. Die Zahl def Blätter beläuft sich auf sieben, undder Künstler wollte daher die Todsünden oder die Laster vorstellen.II. 3 Z. 1—2 L. Br. 2 Z. — 2 Z. 2 L.

Geistreich radirt ist ein anderes f. M. G. gezeichnetes Blättchen,welches eine Gruppe von sieben nackten Kindern enthält. Das eineträgt die Fahne, ein anderes lässt den Vogel am Faden fliegen, undein drittes hält eine Windmühle. Links oben über Wolken ist derName des Jchova, und von diesem aus gehen Strahlen auf die Kinderherab. Unten in Mitte des Randes I.M.G., 12.

2871. Johann Jakob Müller von Riga, Landschaftsmaler undo o Radirer, geb. 1763, gest. 1832, hinterliess Zeichnungen,

M_ T) Gemälde in Oel und Aquarell, und auch radirte BlätterV A./ mit Landschaften. Auf Gemälden findet man ein ainM-r-) MdR bestehendes Monogramm, auf Radirungen komme i

v.tx aber die gegebenen Zeichen vor. Der Künstler war undist unter dem Namen des Müller von Riga bekannt, und daraus erklärt9ich das Monogramm. Im Künstler-Lexikon haben wir über diesenMeister ausführlich gehandelt.

2872. Johann Michael Knapp, Architekt, geb. zu Ludwigsburg■kirr -*»/• 1793, machte seine Studien in Italien, und bearbeiteteI JS., i IV p p m jj. j q Gutensohn folgendes Werk: Denkmale derchristlichen Religion, oder Sammlung der ältesten christlichenKirchen oder Basiliken Roms —. Rom 1(122, gr. fol. Auf Blätterndieses Werkes kommt das gegebene Zeichen vor.