Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
1078
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1078 IM. Nr. 2793-279S.

mit Aufträgen überhäuft, und die Besteller mussten daher oft langewarten. Zu diesen gehört Drost van Muiden, und der Dichter P. 0.Hooft. Letzterer richtete desswegen ein Monitorium an ihn, welchesnoch vorhanden ist, mit der schmeichelhaften Adresse: Aan Michielvan Miereveit, doorchluchtig schilder, tot Delft. Miercvelt starb zuDelft den 27. Juli 1641.

2793. Jean Messager, Kupferstecher, war gegen Ende des 16.*~T\/7 -j-y Jahrhunderts thätig, anschcinlich in Rom. Man findet-*■ j Jte'CL/b e ine geringe Anzahl von Blättern dieses Meisters,

CS und hier handelt es sich um ein einziges. Es stellt die

Himmelfahrt Maria vor, mit dem Zeichen unten in der Mitte, und derSchrift rechts: Thaddens Zuccarus Invenlor Romae, links: JanMessager Excudit. Im unteren Rande ist lateinischer Text: Ut placiloetc IL 16 Z. 3 L. und 1 Z. S L. Rand, Br. 11 Z. 1 L.

Unter den Cursiven JM machen wir auf ein zweites Blatt auf-merksam, Es stellt die Auferstehung Christi nach Paul Veronese vor.H. 17 Z. 4 L. Br. 12 Z. 10 L.

2794. unbekannter Zeichner und Radirer, welcher zu Anfang des0<ffi7 -/eciJ * S ' J anrnun derts thätig war, wahrscheinlich in Hamburg,{ ~Sc/lj indem er den M. Scheits kennen gelernt hatte. NachZeichnungen dieses Meisters radirte er folgende Blätter:

1) DasUrtheil des Paris. Links unten: M. Scheits Inuenl., rechtsneben den Füssen der Minerva das gegebene Zeichen. Im Rande links :

quisquis amat Venerem ------, rechts: Wer Venus Lüste liebt ------.

H. 7 Z. 2 L., Br. 10 Z. Si L. *

2) Vertumnus und Pomona. Links unten: M. Scheits Inuent.,und neben dem Fusse der Pomona das Zeichen. Im Rande links:

Pomonam Verbis -------, rechts: Vertumnus ist bemüht ------. In der

Grösse des obigen Blattes.

Diese Blätter schreibt man dem Joseph Mulder zu (geb. zu Am-sterdam 1672), die Kupferstiche dieses Meisters weichen aber von dengenannten Radirungen wesentlich ab. Der Monogrammist arbeitete mitFreier und kühner Nadel, Mulder mit dem Grabstichel, und Hess dieLinien in Punkte ausgehen. Er stach Bildnisse, historische Dar-stellungen und Titelblätter. Sehr schön sind die Blätter mit Insektenin den Werken der J. M. S. Merian. Zu den Seltenheiten gehört dergrosse Perspektive Plan der Stadt Wien nach Folbert van Allen. 2 Seh.4 Z. hoch, und 4 Seh. 0 Z. breit. Im Magistratsgebäude zu Wien isteine grosse Ansicht der Stadt in Oel 1688, wahrscheinlich von F. vanAllen. Ch. Kramm kommt mit diesem Werke nicht zurecht, indem Bryanvon Ansichten von Wien spricht, welche ein Muller 1686 gestochenhaben soll. Es handelt sich um den Plan von Wien, welchen J. Muldergestochen hat. Wir kennen eine Flusslandschaft von Mulder, welcheradirt und gestochen ist, aber auch aus diesem Blatte kann man nichtersehen, dass derselbe die erwähnten Blätter radirt habe.

2795. Johann Münck, Maler vou Nürnberg, war um die Mitte des,-jl ,- p. 17. Jahrhunderts thätig. Er malte Bildnisse und mili-rjvi . luir tärischc Scenen, seine Werke sind aber vergessen. ImKünstler-Lexicon haben wir eine farbige Zeichnung mit einem Cavallerie-angriff von 1645 erwähnt. Hier machen wir auf ein von Johann Pfanngestochenes Bildniss des Geistlichen Justus David Heering 1646 auf-merksam. Auf diesem Blatte kommt das gegebene Zeichen vor. Pfannstach nach ihm auch das Bildniss des Johannes Saubertus.