IG. Nr. 2382—2388. 933
Marinen. Unter No. 10 haben wir auch radirte Blätter beschrieben,darunter eine Landschaft mit Geflügel nach Franz Barlow. Griffierradirte sechs Blätter mit Pfauen, Adlern und anderen Vögeln nachBarlow, was hier nachträglich bemerkt wird.
Eines ähnlichen Zeichens bediente sich auch Jan Georg van Vlietauf Radirungen.
2382. Jacques Granthomme, Zeichner und Kupferstecher von Hei-/-£. (Z?> delberg, ist unter G .1 No. 12 eingeführt, und wir verweisen
<\Lj Kv au f jenen Artikel. Das erste der gegebenen Zeichen findetjj ' (f man auf dem Bildnisse des Philipp Mclanchthon in Copienach A. Dürer, B. No. I Ol». Granthomme copirte nur den Kopf, undkleidete den Mann in einen Pelzrock. Melanchthon legt die linkeHand auf den Tisch, und die rechte auf das geschlossene Buch. ImBande stehen drei Disticha: In lenebris jacuere artes lingiiaequesepultae &c. &c. Der Zeichner bediente sich eines aus PMF beste-henden Monogramms. II. des Stiches 3 Z., mit der Schrift !> Z., Br.3 Z. 7 L. Andere Blätter haben wir III. No. 12 verzeichnet, beson-ders Bildnisse, auf welchen ein dem zweiten ähnliches Zeichen vor-kommt.
2383. Johann Andreas Graff oder Grav, Maler und Radircr von(-ftp s~f/p Nürnberg, welcher lange Zeit in Frankfurt arbeitete,tj\j,(JXJ zeichnete auf seinen radirten Blättern so unbestimmt,dass man das Monogramm eher IIB oder JB, als JG lesen kann.Der Künstler wollte aber JA G andeuten, was man eben errathen muss.Wir haben ihn unter HB No. 703 eingeführt, und da behauptet ereinen ausführlichen Artikel, auf welchen wir verweisen.
2384. Jan de Groot. Kunstliebhaber von Amsterdam, besass einegrosse Sammlung von Kupferstichen und Zeichnungen,welche im December 1804 versteigert wurde. Dieser J. deGroot machte auch Versuche in Schab- und Zeichnungs-
(1P Ä/r\/C man ' cr - ^r wählto Zeichnungen von Rcmbrandt und an-ü y/' 171 *'. ,j crcn holländischen Meistern zum Vorbilde, man erkennt" aber im Machwerk den Dilettanten. Auf seinen Blättern
kommt der Name vor, selten das Monogramm. Ein Blatt nach Rem-brandt, welches den Kopf eines Kindes vorstellt, ist mit dem gegebenenZeichen versehen. Ch. Kramm, der Fortsetzer des Werkes von Im-merzecl, will dem betreffenden Artikel im Künstler-Lexicon nicht vollenGlauben schenken, und meint, das Monogramm müsse den Nameneines anderen Meisters andeuten, weil R. van Eynden und A. van derWilligen, welche die Kunstsammlung des J. de Groot besprechen, vonden Versuchen des Jan de Groot nichts erwähnen. Wir bemerken,dass die Angabe im Künstler-Lexicon richtig sei. Man darf aber dieBlätter unsers Kunstsammlcrs nicht mit jenen eines älteren Mezzo-tintostechers Jan de Groot verwechseln, welcher um 1690 thätig war.Mit diesem Meister ist Kramm nicht im Klaren. Er war Schüler desJakob de Wit, und wurde 16,'iO zu Vlissingen geboren.
2385. Jaspar Gennep, Buchdrucker inCöln, welcher in der erstenHälfte des 16. Jahrhunderts thätig war, bediente sicheiner in Holz geschnittenen Vignette, welche das An-sehen eines Denkmals hat, an dessen oberem Simse dieBuchstaben TLORCS angebracht sind. In der Mitteist ein Blätterkranz mit der grossen Schccre und denBuchstaben ZG zu den Seiten. Die Scheere hat einenZettelstreifen gefasst, der die Inschrift hat: SVRG-IT