IB. Nr. 201S-2017. 833
in Rom mit dem Durchschnitt vor. Bartsch No. 3!>1 schreibt diesenKupferstich dem Bonasonc zu, mit dessen Arbeit er aber nicht stimmt.R. Weigel, Kunstkatalog No. 13441 (04) vermuthet unter den InitialenI.B.F. den Girolamo Fagiuoli, Ciseleur und Stecher von Bologna, sodass man also Jeronimus Bononiensis Fecit lesen müsste. AuchFaggivoli und Faggioli genannt, zählt Vasari diesen Meister zu denKupferstechern, und schreibt ihm den Greis im Kinderwagen zu, wel-chen Bartsch No. 400 dem Agostino Yeneziano beilegt. Fagiuoli sollfür Salamanca gestochen haben, und somit wird die Ansicht des Tem-pels des Neptun wohl von ihm herrühren.
2015. Jonas Bentzen dürfte der Träger dieser Initialen seyn. Er$ J X tj # T^ *. war Goldschmied, und lebte in Augsburg oder in
Nürnberg. Die Buchstaben /. B. F. findet man auf9 Z einem gestochenen Blättchen im Inneren eines Fin-
gerringes, dessen Kasten zur Aufnuhine eines Edelsteines dient. Etwastiefer steht die Zahl 02, welche wahrscheinlich das Jahr i!»92 andeutet.Das Blatt ist das erste einer Folge von Mustern für Bijouterie-Arbeiten.H. 1 Z. 8 L. Br. 1 Z 11 L.
Auf Jonas Bentzen rathen wir, weil dieser das erste Blatt einerFolge von Musterblättern für Goldschmiede mit seinem Namen bezeich-net hat. Es stellt in silhouettartiger Behandlung in den beiden oberenEcken geflügelte Satyrn vor, welche aus ihren Schalmcycn Rauch her-ausblasen. Unten links sieht man einen tanzenden Satyr, rechts einenphantastischen Vogel und einen kleinen laufenden Hirsch. Innerhalbeines ovalen Kranzes steht: » JONA | S * BENT \ ZEN * SID | EVS* PRO * | NOBIS * QVI \ S * CONTR \ A NOS * AN \ NO » *1015 * II. 2 Z. 3—4 L. Br. 2 Z. 6 L. Die Zahl der unter diesemTitel vereinigten Blätter kennen wir nicht, jedenfalls aber sind esderen sechs. Sic enthalten Arabesken mit Figuren und Thieren, be-sonders Vögel und Insekten und andere kleine phantastische Thier-gestalten. Arabesken und Figuren erscheinen schwarz auf weissemGrunde.
2016. Unbekannter Maler und Radlrer, welcher im 17. Jahrhun-ijj dert in Italien gelebt haben dürfte. Die gegebenen Initialen
*J»B„.r findet man auf einem radirten Blättchen mit der halben Figureiner Frau, welche im Rande Anna Rentia genannt wird. Oval, 12.Wir haben von diesem seltenen Blatte durch Herrn E. Harzen Kunde.
2017. Jean Baptiste Bonnard, Zeichner und Kupferstecher, warI B F ß e 8 en ^ n " e ^ cs l 7 - Jahrhunderts in Paris thätig. Er stach
• eine Menge von Bildnissen in Kniestücken, und darunterauch jenes des Königs Ludwig XIV., des Dauphin &c. Dann gab erein Costümwerk in 5ß Blättern heraus. In einer Folge von fünf Blät-tern stellte er in Modefiguren die fünf Sinne vor. In 24Jweiteren Blät-tern gab er die Ausrufer von Paris in Abbildung. Seine Figuren sindpunktirt, das Uebrigo ist aber gestochen. Unter seinen Genrebilderngehört jenes mit dem Titel: La Dame de qualiti aux privis, zu deninteressantesten. Die Hauptblätter des Künstlers haben den Titel:Arrivi du Roi devanl Douay; le Roi s'ilant rendu tnaislre de laVüle de Cambray. Ärrivi du Roi au Champ devanl Mastrick: Vuede l'Armie du Roi campie devant Douay. A. F. van der Meuteninv., qu. roy. fol. Nach A. Coypel stach er ein Blatt mit Christus amOelberge, fol. Auf vielen Blättern dieses nicht erheblichen Meisterskommen die Initialen vor.
Monogrammisten Bd. III. *>•>