Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
829
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IBA —IBB. Nr. 1996—2000. 829

das A angedeutet, aber nicht so deutlich, dass der Unkundige ent-schieden IBAMA lesen muss. Das gestürzte Monogramm kommt nurauf einem Blatte vor, auf jenem bei Bartsch No. 1 1, und mit der Jahr-zahl i520. Dieses Blatt stellt die Pallas, oder eine weiblicke Figurmit Helm und Schild vor, welche statt der Lanze einen langen Pfeilträgt. Es ist radirt und gestochen, und hat ein rauhes wenig gefälli-ges Ansehen. Der Künster musste dieses Blatt als Knabe von 13 — 14Jahren gefertiget haben. H. 6 Z. 2 L. Br. 3 Z. 8 L. Ein anderesBlatt mit dem Zeichen stellt die halbe Eigur der hl. Jungfrau mitdem Kinde vor 1539, B. 1. H. 3 Z. 2 L. Br. 2 Z. 1 L. In einemzweiten, auch von Vasari erwähnten Blatte, steht die Madonna mit demKinde auf dem Halbmonde in einer Strahlcnglorie, B. 4. H. 5 Z. 5 L.Br. 3 Z. 10 L. Das Namenszeichen hommt auch noch auf andeionKupferstichen vor, doch nicht immer mit Andeutung des A in B und M.Wir nennen noch Venus und Mars mit dem Zeichen auf einem Täfel-chen, B. 7; den schlafenden Amor 1538, B. 8; Amor mit der Zimbelam Fusse des Baumes, B. 10; den Fluss Po mit dem Ruder, B. 19;die Engelsburg, B. 17 &c.

Ein Bartsch unbekanntes Blatt stellt Mars, Venus und Amor dar,eine reichere Composition, als jene mit Mars und Venus auf dem Bette,B. 7. Der Künstler fügte den Amor hinzu, zwei Tauben am Fnsscdes Bettes, und oben eine ideale Gestalt. Rechts oben ist das Zeichenim Licht mit der Jahrzahl 1530. H. 10 Z. 'S L. Br. 7 Z. 8 L.

1996. Jean Baptiste Courtois, Historienmaler und Bruder desJ Bat) in J ac 1 ues Courtois, genannt Bourguignon, lebte um 1660

j>. m. j n c i nem Capuziner-Kloster. Er stellte sich selbst alsCapuziner in cinem radirten Blatte vor, wie er vor der Staffelei malt.Auf der Staffelei sind in drei Medaillons Adam und Eva, Moses undder gekrönte Heiland vorgestellt. Unten in der Mitte neben dem Wap-penschilde steht J. Bap. in. H. 9 Z. IL. Br. S Z. 6 L. DiesesBlatt, das einzige des Künstlers, beschreibt Robert-Dumesnil III. p. 230.

1997. Jean Baptiste Monnoyer, geb. zu Lille 1633, malte BlumenI linmi^i» „,,i, unu Früchte, und hielt sich die längste Zeit in

J. oapusie SCUip. Englan( i auf . Im Schlosse zu Hamptoncourt sindviele Bilder von ihm, und ebenfalls J. Baptiste bezeichnet. Mit sculp.kommt der Name auf radirten Blättern mit Blumen vor, kl. fol. Mon-noyer starb in London 1699.

1998. JakOb Bossius ist im ersten Bande No. 1707 eingeführt, undiii wir haben bereits bemerkt, dass auf einigen Kupferstichen*■ °" "• nach antiken Werken und nach Zeichnungen neuerer Meisterdie Buchstaben /. 6. b. vorkommen. Sic bedeuten Jacobus BossiusBelga.

1999. Johann Benjamin Brühl, Kupferstecher, war zu Anfang desmn r/-s- 18, Jahrhunderts in Leipzig thätig. Er arbeitete für1 " a - a y c 'W- Buchhändler. Seinen Namen und die Buchstaben l.B.B.findet man in Guy Miege's Geist- und Weltlicher Staat von Gross-Britannien und Irland. Leipzig 171(1, 4. Die Initialen stehen ne-ben andern auf dem Blatte No. 3 mit der Ansicht der Bote Kirche.

2000. Johann Baptist Bonttats, Zeichner und Aetzer, welchergegen Ende des 17. Jahrhunderts in Holland thätig war, soll

^ BB '/ durch diese Buchstaben seinen Namen angedeutet haben. Anderewollten sie auf einen Johann Baptist Brixanus deuten, welcher unbe-kannt ist. Der Träger der Buchstaben gehört jedenfalls der nieder-