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IAR —IAT. Nr. 1902— 1900. 798
christlicher Kunst in Italien vom Jahre 1200 — IßOO. Nach Durch-Zeichnungen und mit Erläuterumjen des Ileraust/ebers J. A. Ratnbux,Conservator des Städtischen Museums in Köln. Köln 1(102 j]'., gr. fol.Rnmbonx ist seit 1844 Conservator dieses Museums. Eine Beurtheilungseines Werkes s. Nanmunn's Archiv V. S. 12 ff.
1902. J. A. Roth, Stempelachneider, stand wahrscheinlich in Diensteni i -n des Landgrafen Ludwig VIII. von Hessen -Darmstadt. Er
' fertigte 1743 einen Medaillon mit dem Hildnissc dieses Land-
grafen und dem ruhenden Löwen auf der Rückseite.
^903. Jiirenus von Soest nennt die neuere Kunstgeschichte einenMaler, welcher in Westphalcn wohl nichteinheimisch war, du sein Name keinen west-phälischen Klang hat. Ihn führte nament-lich Passavant (Kunstblatt 1833 No. 13) ein,und seit dieser Zeit figurirt dieser Jarennsvon Soest gleichsam als Haupt der westphälisclien Schule von 1480bis 1BOO. Der gegebene Name kommt indessen nur auf einem einzigenGemälde vor, welches Graf Penbrocke In Wilton-House besitzt, unddie Grablegung Christi vorstellt. In der Gallerie des k. Museums inBerlin ist ein grosses Altarwerk, welches unter verschiedenen Nummernaufgehängt ist, und Scencn aus der Passion auf Goldgrund vorstellt.Dieses Werk geht ebenfalls unter dem Namen des Jarenus, doch ist inWaagen's Catalog der Gemäldesammlung nicht gerade der Ort Soestbestimmt, sondern es ist nur vermuthet, dass Jnrenus zwischen 1480und 1800 in Westphalen geblüht habe. Vielleicht findet sich nochein Gemälde mit dem Ileimathscheinc des Jarenus.
1904. Johann Arnold Smit, Marinemaler, gehört zu den wenigCi r* ._ bekannten holländischen Meistern des 17. Jahrhunderts.
~J\jjnri/h Mau nennt ihn auch Schmith, Schmid und Schmidt, erzeichnete aber in der gegebenen Weise. Wir fanden diesen Namenauf einem Gemälde mit der stürmischen See , auf welcher Schiffe mitder holländischen Flagge treiben.
Dann finden wir auch einen Andreas Smit erwähnt, welcher um1680 in Rom lebte, und später nach Spanien sich begab. Man schreibtihm ebenfalls Marinen zu, besonders bei stürmischer See. Im Museumzu Berlin ist ein solches Bild A. Smit bezeichnet, und der Catalogschreibt es dem Andries Smit zu. Dieser Meister ist mit Arnold Smitwohl Eine Person. Letzterer zeichnete auch Arn, Smit.
1905. Johann Anton Schröder, Münzmeistor in Hannover vony » q 1781—1764, und dann in Neuhaus bei Paderborn bis 1777,
' Hess Stempel /. A. S. zeichnen.
Johann A. Schmidhammer, Stempelschncider in Bayreuth um 1768,soll ebenfalls diese Initialen beigefügt haben.
1906. Jobst Amman von Zürich wechselte mit seinem Zeichenöfter, und daher begegnet er uns an mehreren Stellen,der Hauptartikel ist aber unter dem Monogramm I ANo. 1768 zu suchen. Hier handelt es sich um eingrosses Formschnittwerk in 14 Blättern, je sieben ineiner Reihe, welche zusammengefügt einen Fries von70 Z. Länge und 28 Z. Höhe bilden. Er stellt einenBrautzug auf dem St. Markusphitz in Venedig vor,
welcher aber wahrscheinlich von J. Amman nicht gezeichnet ist. DieZeichnung hat einen italienischen Charakter, und erinnert an Tintoretto.