IADF. Nr. 1848. 775
Androuet du Ccrccau richtete zugleich ein besonderes Augenmerkauf die Ornamentik, und arbeitete Mustersammlungen aus. Ein sehrseltenes Werk dieser Art hat den Titel in Versalien :
Liber de eo picturae genere quod groltesche vocant Itali —.Aureiiae 1050, 4. Die zweite Ausgabe hat einen veränderten Titel,ebenfalls in Versalien :
Lectori. En noslrum tibi denuo prodil opus de ludicro Picturaegenere quod varias rerum commiscet species (Grolescam vulgo dicunl)multis figuris recens auclum et loculpletatum. Vale et fruere. LutetiaeAnno ühmini 1562. I ADC. Diese sehr seltene Folge enthält (10 Blätter.H. 3 Z. 10 L. Br. 2 Z. 7 Li. Eine Ausgabe mit französischem Titelist von 1562 mit 35 Blättern.
Dann- hat man von diesem fruchtbaren Künstler eine Folge von36 grösseren Blättern mit Arabesken, welche etrurischen Malereiennachgeahmt sind, und 1586 in Turin erschienen. Im frühen Zustandehaben sie keine Nummern. Erst die von Joubert 1746 veranstalteteAusgabe ist nnmmcrirt.
Eine weitere Folge von 24 Blättern enthält Trophäen von ver-schiedenen Waffen und Rüstungen. II. 4 Z. 2 L. Br. 2 Z. 4 L.
Gegen 40 Blätter belauft sich eine nicht nummerirto Folge mitFriesen zur Verzierung von Wänden und Caminen. Die reichen Orna-mente mit kleinen Figuren sind zum Verdoppeln geordnet. Auf späterenAbdrücken kommt Mariette's Adresse vor. II. I Z. 6 L. Br. 2 Z. 6 L.
Eine andere Folge von 24 Blättern enthält Termen, so wie siedie Decoration der Renaissance-Periode erforderte.
Dann arbeitete Androuet du Cereeau auch Musterblätter für Kunst-schlosser aus, welche sich auf ungefähr 12 Stücke belaufen, und wieimmer sehr selten vorkommen.
Die Goldschmiede wurden von ihm ebenfalls reichlich bedacht.Eine Folge von wenigstens 68 Blättern gibt Muster zu Vasen undanderen Gefässen auf den Tafeln der Grossen damaliger Zeit. EineFolge von sechs Blättern enthält Dessins zur Verzierung der Flächenvon Schüsseln und Schalen. Unter den Ornamenten sind Figuren ver-theilt, man findet aber diese schönen Blätter sehr selten. Die Rund-ungen haben 6 Z. 2—6 L. im Durchmesser. Zwei spätere Ausgabenvon Goldschmieds-Ornamenten haben den Titel: Nouveau livre d'orne-ntens d'orfevrerie fait par Ducerceau. A Paris chez N. Langlois —,kl. qu. fol., und Ornemens d'orfevrerie pour flinquer et emailler.Fait par du Cereeau. A Paris chez N. Langlois —, 8.
Blätter mit reiebgezierten Feldern in Copien nach A. du Cereeausind in folgendem sehr seltenen Werke:
Jacobus Androvelius Du Cereeau Inventur. Ante annos nonpaueos conscripsil iibrum, de eo picturae genere, quod GrollescheItali vocant: verum cum exemplaria pleraque sint distracla, utnusquam facile compareant, Johannes Sibmacher Noriberg: pluri-morum preeibus adduetus, idem opus denuo radendum et diuul-qandnm suseepit, sperans se picloribus et aur ifabris hoc laboregratum officium praeslitisse — —. Anno nativitalis Christi MDVIC(1594). Dieses Werk enthält 41 Blätter, kl. 4.
1845. Johann Alexander David Friedrich, Historienmaler und Land-J A n V Schaftszeichner, geb. zu Friedrichstadt-Dresden 1744,J. A. V. f. g C8 j 1793 a ] s Professor an der Akademie in Dresden,radirte mehrere Blätter mit Köpfen in Rembrandt's Manier. Er zeich-nete sie F., Fr. und J. A. D. F., theils in Cursiven.