I. Nr. 1784-1787. 729
1754. Die Medailleure und Münzmeister, welche / zeichneten,I t sind leicht gezählt, und man kann den Initial irgend eines
' Münzstandes nicht auf sie beziehen, da dieser eine hervor-ragende Stelle einnimmt. Das aus / bestehende Zeichen der Münz-stätte könnte aber auf irgend einen Künstler oder Beamten bezogenwerden. Auf spanischen Münzen aus dem 14. und 18. Jahrhundertbedeutet dieser Buchstabe die Münzstätte Jaen, auf ungarischen Istro-polis (Posonium), auf französischen von 1839—1837 Limoges, auf pol-nischen von 1000 Jlcussia (Olknsz), auf österreichischen von 1780 anSchemnitz in Ungarn, und auf der Brust eines Adlers Iglan in Mähren.Auf die Münzstände, und dann auch auf die Münzstätten geht Schlick-eysen ein.
Albert Jamitzer, Goldschmied von Nürnberg, soll nach Andreasim Hof (Sammlung eines Nürnbergischen Münz-Cabinets 1782) eineMedaille mit dorn Bildnisse des Patriziers Christoph Kress von Kressen-stein ,/ gezeichnet haben. Hierin scheint ein Irrthum zu liegen. Einekleine Medaille mit dem Bildnisse dieses Patriziers ist von 1826, einegrössere von 1833, und keine der beiden soll / gezeichnet sej'n. AlbertJamitzer kann diese Medaillen auch nicht gefertigt haben, da er erst1890 starb.
Junglnger, Münzmeister in Durlach um 1626.
Janinal, Münzmeister in Prag 1670—1687.
Adolph Jouvenel, seit 1818 Graveur des Königs von Belgien, istdurch senr schöne Denkmünzen bekannt, deren ./ gezeichnet sind.Darunter sind Preis- und Ehrenmedaillen.
1755. Jakob Acht, Maler in München, machte sich in den letzten10 Jahren durch Bildnisse bekannt, malte abej auch Blumenund Früchte. Auf einem Fruchtstücke von 1887 fanden wirdas gegebene Zeichen, welches durch die Zahl fl auch seinenFamiliennamen ausdrückt. Man findet auch Zeichnungen miteinem ähnlichen Monogramme, noch öfter fügte aber derKünstler den Namen bei.
1756 Philipp August Jeanroil, Maler und Zeichner zu Paris,i trat um 1840 als Künstler auf. Er malte Genrebilder und Land-v schatten, und fertigte in seiner früheren Zeit auch Zeichnungenzum Holzschnitte. Auf solchen Blättern kommt der Buchstabe J vor:L. Marvy stach nach ihm eine Landschaft mit Wasser und Figuren,Oval, fol. Dann hatte Jcanron auch Theil an der Herausgabe derHistoire des Peinlres de toutes les icoles. Pur Charles Blanc. Dererste Band, die holländische Schule enthaltend, ist seit 18(11 vollendet,und reich illnstrirt mit Kupferstichen und Holzschnitten, gr. 4. Jeanronist auch Knnstforscher, und gab seine Resultate in folgendem Werkekitnd: Origine et progris de VArl. (Deeadanre de Part anlique,de Part des Mosaistes, de Part des Peinlres sur verre, Recherche»sur Part des Miniatnrisles etc.) Etudes et Recherches par P. A.Jeanron. Paris Uli!), 8.
1757. Unbekannter Fayence-Maler oder Töpfer, welcher in Neapelthiitig war, und zwar um 1780. Man findet schöne Gefässe mitrolorirten Reliefs, und anderen Ornamenten mit diesem Zeichen.Er war wahrscheinlich in der Manufaktur der Grue thätig.lieber die Leistungen der k. Porzellaniabrik in Neapel handelnwir unter dem Zeichen des Halbmondes mit dem Leuchter.