Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
727
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I. Nr. 1747-1748. W

Auetore. Geneve 1500, 4. Dieses Werk wurde 1581 in's Französischeübersetzt, (trad. da latin de Thiod. de Besze,) und als Formschneiderist Jean de Laon bezeichnet.

Holzschnitte mit dem Buchstaben / findet man in folgendem Werke:Aesopi Pkrygis et aliorum Fabulae. Hac postrema edilione ele-gantissimis Iconibus illustratae —. Luqduni in Officina G. Ph.Thingi, apud Simphor. Berand et Steph. Michaelem lüfte, kl. 8.Dieses Werk ist mit vielen Holzschnitten geziert, und darunter sindjene Fabelbilder, von welchen Papillon I. p. 367, und nach ihm Brulliot I.No. 251» 1 spricht. Papillon besass ungefähr 100 Blätter, und darunterjenes mit dem zweiten Zeichen, welches Alcyon im Neste der Jungenvorstellt. Auf einigen Holzschnitten steht auch der Buchstabe / allein.Brulliot vermuthet unter dem von Papillon gegebenen Zeichen denJean Croissant, und verweiset auf No. 1322 b , wo er ein aus Cl be-stehendes Monogramm auf diesen Künstler deutet. Allein seine Nach-bildung ist unrichtig, indem das Monogramm aus Gl besteht. Es gehörtdem Joseph Gietleughen an, II. No. 3t06. Wir haben es offenbar miteinem französischen Meister zu thun, und es dürfte sich der Buch-stabe / auf Jean de Laon beziehen. Papillon sagt zwar, dass dieZeichnung der Blätter an Jean Cousin erinnere, dieser Meister standaber 1K86 bereits im hohen Greisenalter.

1747. Unbekannter Formschneider, welcher zu Anfang des 17. Jahr-. • hunderts thätig war. Der erste Buchstabe steht auf mittel-"•» '• massigen Holzschnitten mit biblischen Vorstellungen in Johann

Gottfried^ neu ausgefertigter Bilder-Bibel etc., welche Halle den22 Februar 1701 datirt ist, qu. 4. Eine neue Auflage erschien zuMagdeburg bei Gottfried Vetter 1739. Die Mehrzahl der 174 Blätterscheinen Copien nach älteren Meistern zu seyn, wie nach Hans Bro-samer, Jakob Lucius Corona Transilvanus, nach den MonogrammistenHM, GL 1555 u. s. w. Dieser Bilderbibel sind auch die Bildnisseder acht sächsischen Chnrfürsten und des Dr. M. Luther beigefügt.Nach ,T. Heller bediente sich der Formschneider Illinger, welcher 1742in Magdeburg thätig war, auf Vignetten des Buchstaben 1 zur Bezeich-nung, dieser Illinger kann aber die Holzschnitte der Bilderbibel von1701 nicht gefertigt haben. Sein Vater schnitt nur Titelschriften, keinebiblischen Blätter.

Von Illinger ist vielleicht die geringere Holzschnittvignette mitder allegorischen Figur der Hoffnung innerhalb einer aus Laubgewindenund Schnörkeln gebildeten Einfassung. Sie ist i. gezeichnet, und kommtauf der ersten Seite des Inhaltsverzeichnisses in Schrader's Theatrumhistoricum —, Leipzig 1727, vor.

Eine weitere Vignette mit /. finden wir in Erhard's Gloria sanc-tissimi — Benedicti in terris adornala. Aug. Vind. 1710, 4. DieseVignette zeigt in einer Einfassung von Laubwerk und Schnörkeln dasWort Jehova.

1748. Unbekannter Zeichner oder Formschneider, welcher umt 16SS in Antwerpen gelebt haben dürfte. In Mendosa's Rerum

' Morumque in Regno Chinensi nolabilium historia. Antnerpiae1055, 4., stellt die Titelvignette einen in Wolken schwebenden Engelmit Buch und Palme vor. Auf dem geschlungenen Bande liest man:Ab Angelo Veritas. Der Buchstabe /. steht in der dunklen Schraf-firung eiuer Wolke gegen links, und ist kaum erkennbar.