Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
721
Einzelbild herunterladen
 

H Z. Nr. 1736 - 1740. 721

1736. Hans Zan, Maler von Augsburg, kommt 1510 in einer

H/—* Brnderschafts-Urkunde des Klosters Indersdorf vor, und* war noch 1S30 am Leben. Ein jüngerer Meister dieses^—W Namens lebte noch um 1582. Beide malten Bildnisse undhistorische Vorstellungen, wir wissen aber nicht, wo sich jetzt irgendein Gemälde mit HZ finde. In den Kirchen von Augsburg könntenderen vorhanden seyn.

Die Familie Zinn oder Zan in Augsburg zählte mehrere Künstler.Jakob Zann starb 1520, und unter dem Jahre 1543 ist im alten Hand-werksbuche Peter Zan unter den Todten eingetragen. Sie waren Maler,ihre Werke sind aber verschwunden, oder unerkannt in einer Kircheversteckt.

1737. Hans Zentz, Historienmaler, war zu Anfang des 16. Jahr-

H r y hunderts in München thätig, gleichzeitig mit Wolfgaug• Ld' Zentz, scheint aber später die Stadt verlassen zu haben, danach 1520 nur Wolfgang in den Znnftzetteln vorkommt. Gemäldekönnen wir nicht nachweisen, es sollen aber deren H. Z. gezeichnetgewesen seyn.

1738. Hans Zissler, Münzmeister in Breslau von 1627—1637,' HessH. Z. auf Stempeln auch die Initialen /. Z. beifügen.

Heinrich Zedritz, Stempelschneider in Stockholm von 1660 an,zeichnete ebenfalls /. Z. Von 1700 — 1706 bekleidete er die Stelleeines Münzmeisters.

1739. Hans Zacharias Raidel, Zeichner und Goldschmied, warU rj -n um 1650—1607 in Augsburg thätig. Er ist jener Zachariasti Z/ t\ Raid, welcher nach der Angabe des P. von Stetten einigeevangelische P'riedensgcmälde gezeichnet hatte. Wir wissen von einerZeichnung mit HZR, welche in eine Halle blicken lässt. In diesersteht ein Mann vor dem Tische, auf welchem eine Statuette, eine Pa-lette, ein Pokal, ein Messinstrumcut etc. liegen.

Dadurch hat Raidel wohl seine Beschäftigung angedeutet; denndie Zeichnung kommt im Stammbuche des Goldschmiedes Paul Kinder-mann von 1667 vor. Dann gab H. Raidel auch ein kleines Zeichenbuchmit Kupferstichen heraus, und stach auch einige Bildnisse. UeberJohann Zacharias Raidel hahen wir No. 1133 ausführlicher gehandelt,da die Nachrichten über ihn unbestimmt sind.

1740. Unbekannter Zeichner, welcher zu Anfang des 17. Jahr-z,yA hunderts in Leipzig thätig war. Die zweiten Buchstaben

i/^is mit dcr Feder, nur etwas kleiner, findet mau auf einer

HZ . -c=>^ Titcleinfassung, links mit der allegorischen Figur derGerechtigkeit, rechts mit jener des Glaubens, beide von ganz verfehltenVerhältnissen. Am Postamente der Figur des Glaubens stehen dieInitialen HZ. mit der Feder. Diese Leisten wurden benützt zu: Isaa-cus D. Polycarpi Lyseri: hoc est, Theologica expositio quarlae portitGeneseos —. Lipsiae, Typis Abrahami tambergi, Anno MDC. VIII.Höhe der Leisten 4 Z. 3 — 4 L. Br. 11 L. Diese Leisten wurdenauch zu anderen Werken aus der Offizin des Buchdruckers AbrahamLamberg benützt.

Monogrammisten Bd. III. *6