714 HW. Nr. 1703-1704.
1703. Hans Werner, Bildhauer In Bamberg, arbeitete um 1585—1612.
II Air Er fertigte Grabdenkmäler in Marmor, auf welchen die1 \ V ♦ Buchstaben H W eingegraben sind. Jones der Familie vonMengeradorf an der Röckseite der Kirche in Gössweinstein ist 16 Schahhoch. In der protestantischen Kirche zu Pommersfelden ist das Denk-mal des Christoph Truchscss von Pommersfelden und seiner vier Frauensehenswert]). Der Truchscss starh 1800.
1704. Hans Wechter, Kupferstecher und Radircr, behauptet im
l(. 0 (C Künstlor-Lexicon XXI. S. 193 eine ziemlich awf0.hr>
/ /\V/T—IW/ i' c ' ie Stelle, wir stossen aber jetzt auf Schwierigkeiten,/ IW ; r~\ \V --eiche früher nicht geahnt wurden. Ein Haas Wechter/fü\^\ "■ >0 " oder Wächter erscheint 1599 mit einem Prospekt vonV_=^/ H-W. Nürnberg, und man nimmt an, dass der Künstler ausder genannten Stadt stamme. Im Jahre 1606 kommt in Prag ein JohannesWechter vor, und 1646 linden wir einen Hans Wechter in Erfurt. Diessgeht aus dem Watte hervor, welches die halbe Figur eines Mannesmit dem Lichte vorstellt. Auf dem unten erwähnton Blatte mit einemGebäude und einer Schlacht soll stehen: Hanns Wechter sculpsilAnno Kilo. Wenn dieses richtig ist, so müssen wir zwei Künstlerdieses Namens annehmen, da der eine und derselbe Meister nichtan die HO Jahre gearbeitet haben kann. Dann kommt uns 1646 auchein Goldschmied Johann Wechter entgegen , von welchem sich in derKunstkannner zu (Kopenhagen ein verzierter Stahlspiegel befindet. Eineähnliche Arbeit von 1683, mit der Darstellung von Lotb und seineuTöchtern , ist in der Kunstkammer zu Berlin mit einem aus // W be-stehenden Monogramme bezeichnet, welches Hans Wechter gelesenwerden kann. Unten ist eine Folge von Goldschmieds-Ornamentenmit H W angezeigt. Man mochte also schliessen, dass zwei HansWechter gelebt haben.
Nachträge zum Künstler- Lexienn.
1) Georqiw Meichsner Rotenburqoluberanus Ludim. el Arithmet.Malus '20 Febr. Anno 1-195. Unteti steht: H. W. Scalps. 1625, 8.
2) Die halbe Figur eines Mannes mit dem Lichte in der Hand.Hans Wechter. Erfurt. Sculpsil anno I6b(i, 8.
3) Herkules erschlägt den Eurytion und raubt die Rinder desGeryon. Gopic nach einem altdeutschen Meister. Höbe 4 Z. 3 L,Br. 3 Z. 1 L.
4) Das Colloquium der Geistlichen in Regensburg. ColloqnitniiRotisbo hahilum Mense nono MÜCI. inier Theolotjos el Palat. Saxo-nicos etc. Mit den ersten Buchstabon, 4.
Dieses Blatt ist im Künstlor-Lexicon angegeben, aber mit unrich-tiger Formatbcstimmung.
ii) Ecclesia Christi militans. Mit Inschriften: Aber der Weijtum Himmel ist schmal — —. Mit den zweiten Buchstaben.
Dieses Blatt ist im Künstler-Lcxicon beschrieben.
(!) Scencn aus der Reformationszeit, Spottbilder, n. dgl. SolcheBlätter kommen vor, wir können sie aber nicht beschreiben.
7) Ein reiches Gebäude, durch dessen unten offene Fenster manhäusliche Scenen erblickt. Links stehen Bäume, und in der Nähegeht eine Schlacht vor sich. Unten nach rechts ausserhalb der Linie:Üb. ♦. Cap. II. paff. im. Rechts am Steine: Hanns Wechter SculpsilAnno t675. H. 6 Z. 1 L. Br. 7 Z. 9 L.
Dieses Blatt finden wir in einem Bautzmann'schcn Cataloge 1858angezeigt.