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392 . H S. Nr. 1461 -1463.
tragen. Im Vorgrunde links schmeichelt der mit dem Schwerte umgür-tete Mann einem Hund, und rechts liegt ein anderer Mann der Dameim Schoose. Unten in der Mitte ist das zweite Zeichen II. 8 Z. 1 L.Br. 13 Z.
1461. Unbekannter Formschneider, welcher im letzten Decenniumdes 16. Jahrhunderts thätig war. Er gehört der deut-schen Schule an, indem ein Theil seiner Blätter nachdeutschen Meistern copirt ist. In der Sammlung des
iKXlä?/' Marchese Mahispina di Sannazaro zu Padua (CatologoP'/^W etc. 11. p. !)7) sind 33 Holzschnitte mit je zwei Vor-stellungen aus der Geschichte des alten Testamentes, von der Schöpf-ung der Eva an, bis zur Zerstörung Jerusalems durch die Römer.Diese Bilder sind von 1—70 nummorirt, und haben deutsche erklärendeInschriften. H. 2 Z. 9 L. Br. 2 Z. 2 L. Der grössere Theil ist mitdem ersten Monogramme versehen, welches sich nicht auf Sehäufolinbeziehen kann. Es handelt sich wahrscheinlich auch um den Mono-grammisten II S bei Brulliot 1. Nr. 2303, welcher das zweite Zeichengibt. Unter dem Mongranime ist in der Fortsetzung des Ovales einDelphin oder ein Fisch eingezeichnet. Brulliot kennt drei Blätter nachStichen des Hans Sobald Bcham, welche den Kaiser Trajan, Camillusund ein Bankett vorstellen. II. 3 Z. 3L. Br. 6 Z. 2 L. Brulliot glaubt,dass diese Blätter zu einer Folge gehören.
1462. Heinrich Friedrich Thomas Schmidt, Kupferstecher, geb. zuTrq! Berlin gegen 1780, machte seine Studien in Dresden, besuchteAPI dann auch Paris, und wurde endlich Hofknpferstecher in Han-nover. Die Blätter mit dem gegebenen Zeichen gehören in seine früh-ere Zeit. Sie bestehen in Bildnissen französischer Generäle, und inIllustrationen für Almanache nach Zeichnungen Ramberg's. AndereBlätter haben wir im Künstlcr-Lexicon verzeichnet.
1463. Hans Schongauer und Hans Schlump könnten auf die Kupfer-
MU .. stiche mit diesem Zeichen Anspruch machen. Sie waren beide; 15i um 1493 —1314 in Ulm thätig, wir wollen sie aber nur un-massgeblich als Kupferstecher in Vorschlag bringen. Letzterer wirdunter die Nachahmer des Albrecht Dürer gezählt, er war aber älterals dieser Meister, indem er 1314 gestorben seyn soll, und zwar imhohen Alter. Wcyermann (Neue Nachrichten von Künstlern Ulms S. 483)spricht von Copien nach Gemälden des genannten Meisters, welche miteinem ähnlichen Zeichen versehen sind. Wir kennen nur Copien nachKupferstichen von A. Dürer mit dem gegebenen Zeichen. Das Blattmit den drei nackten Jungfrauen von 1498 nennt auch Zani (Materialip. 7), und dieser Schriftsteller wollte das Monogramm dem Hans Schäu-felin zuschreiben, ohne zu bedenken, dass dieser Meister 1498 einKnabe von 8—10 Jahren war. Selbst Bartsch VI p. 38(5 war nicht ab-geneigt, diese Ansicht zu adoptiren, indem er nicht widerspricht. DerMonogrammist HS, er mag nun II. Schlump heissen oder nicht, copirtein den beiden letzten Decennien des 13. Jahrhunderts Kupferstiche vonMartin Schongauer, es wäre aber auch möglich, dass er der Familiedieses Meisters angehöre. Grüneisen und Manch nennen unter Ulm'sKünstlern S. 60 einen Hans Schongawer, welcher um 1493—1314 fürden Ulmer Dom Glasgemälde ausführte. Dicss wäre nun auch die Pe-riode des Hans Schlump. Mit den Gemälden des Letzteren ist mannicht im Reinen, und es könnte auch der Glasmaler in Kupfer gestochenhaben. Solche Künstler arbeiteten gewöhnlich nach fremden Zeichnungen,und auch unser Monogrammist war kein origineller Meister. Er copirte