Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
589
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IIS. Nr. 1454-1455. 58?

Streben. Schönfeld liinterliess aber eine ziemliche Anzahl von archi-tektonischen Bildern, auf welchen das Monogramm theils zwischen,theils über der Jahrzahl vorkommt. Seine gediegensten Werke stammenaus der letzteren Zeit, da der Künstler in stetem Fortschritte begriffenwar. Wir nennen die Ansicht des Marktplatzes in Basel im Besitzedes II. v. Arthaber in Wien, die Ansichten der Hauptkirchc von Ba-charach bei dem Fürsten Colloredo in Wien, des Doms in Münster inder l'rivatgallerio des Königs Ludwig von Bayern, der Dome in Lim-burg, Erfurt u. s. w. Das Monogramm mit der Jahrzahl 1844 ist einemBilde entnommen, welches eine Klostcrhallc mit Ritter nnd Mönch vor-stellt. Doch auch noch mehrere andere Gemälde mit Monogrammenkommen vor. Letztere sind meistens in der Form des Zeichens mit1844, doch datfrei] seine Bilder von 181(2 an. Dann liinterliess Schön-feld auch Aquarellen, welche mit grosser Fertigkeit behandelt sind.Auch auf solchen Bildern, nnd dann auf Zeichnungen in Tusch undmit dem Stifte kommt das Monogramm vor, meistens in geneigter Formund auch flüchtiger eingetragen. Viele Zeichnungen lieferte er fürdas Stahlstichwerk: Original-Ansichten der historisch merkwürdig-sten Städte Deutschlands, ihre wichtiqslen Dome n. s. tu. Darm-stadt 1032 (f., gr. 4.

Im ersten Jahrgange des Münchencr Albums von 1841—1842 isteine Originallithographie mit der Ansicht der Kirche zu Kiedrich imRheingau Dieses Blatt ist mit dem ersten der schiefen Monogrammeund der Jahrzahl 1841 bezeichnet.

Schönfeld hinterlicss auch zwei radirte Blätter, Landschaften mitGebäuden und Figuren, qu. 8.

1454. Hans Schwarz von Nördlingen, oder ein unbekannter ZeichnerTr*J t-t und Maler, welcher in der zweiten Hälfte des 16, Jahr-£jjj JpJl hundert! thätig war. Das erste Zeichen mit der Jahr-

'//70 zahl 1574, findet man auf einer sehr schönen Zeichnung,T QT «L. welche ein merkwürdiges Rehgewicht vorstellt, braunLv*l IJf l H getuscht und mit Weiss gehöht. Dann liinterliess erauch Zeichnungen nach A. Dürer, welche von 1860 an datirt sind.Die Monogramme mit den Jahrzahlcn 1574 und 1878 kommen auf Zeich-nungen mit biblischen Sccncn vor. Sic sind mit der Feder umrissen,ausgetuscht und mit Weiss gehöht. Wir glauben, dass sie von HansSchwarz herrühren, einem bisher nicht genannten Künstler, oder vonHans Schöpfer, welcher oben eine Stelle findet. Er neigte sich zurRichtung des Albrecht Dürer, wie in seinem Artikel bemerkt ist. Inder fürstlich Wallerstein'schen Sammlung ist eine Zeichuung von 1584mit dem Namen des Hans Schwarz. Sie stellt ein Reitergefecht vor,in Tusch und mit weisser Höhung. Hans Schwarz von Nördlingenheirathete 1542 die Wittwe des älteren Hans Schäufelin, und die Zeich-nung von 1584 muss daher aus seiner spätesten Zeit stammen. Es istauch bekannt, dass er sich eines Zeichens bediente, welches jenem desHans Schäufelin ähnlich ist.

1455. Unbekannter Maler, welcher im 17. Jahrhundert thätigT/-yT war. Brulliot I. Nr. 24!)!) sagt, dass er Gemälde in der WeiseI ■ \ I des Hermann Saftleven mit diesem Zeichen gesehen habe. Sie

Tyf* sind aber breiter behandelt, nnd von geringerem Werthe, alsjene des Saftleven. Der geuannte Schriftsteller hält den Meister füreinen Niederländer.