Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
530
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530 HP. Nr. 1347—1351.

1347. Hans Fesser, Zeichner und Kupferstecher, welcher zu An-Tp fang des 17. Jahrhunderts in Deutschland thätig war. Er verband das

Monogramm auch mit dem Namen, dann aber in schiefer Stellung.Ein Blatt mit der inneren Ansicht eines Saales mit reicher romanischerSäulenstellung zwischen den Gängen und mit einzelnen Figuren indiesen, hat links unten den Namen: HPesser Jnventor Excudebat,qu. fol. Das obige Monogramm finden wir auf einem Titelblatte zumneuen Testament, welches zu Tübingen bei Wcrlin 1018 fol. gedrucktist. Die Anlage ist architektonisch. Oben erscheint der Weltheilandin Wolken und zu beiden Seiten sitzen Matthäus und Lukas. Zu denSeiten des Titels stehen Paulus und Petrus, und unten Markus undJohannes zu den Seiten des jüngsten Gerichts.

1348. Henri Louis Ahne Pottin, Portrait- und Genremaler vonT-D ¥Q>* P ar ' s ) war Schüler von Tony Johannot und Picot, und tratrr j Ifll f um 1845 zuerst mit Bildnissen auf. Von dieser Zeit an sahman auf den Pariser Salons alljährlich Gemälde von seiner Hand, undzuletzt auch Genrebilder, gewöhnlich Scenen aus dem französischenVolksleben. Dann lieferte Pottin auch Zeichnungen zur Illustrationim Holzschnitt. Blätter dieser Art findet man in dem Werke: LesFrancais peinls par eux-mdsmes, Paris 1(14-5; Les Couvents parL. Luriene et Adolphe Biot. Paris ldUff; La yrande ville, nouveautableau de Paris, u. s. w. Die Holzschnitte nach Pottin's Zeich-nungen sind mit den obigen Zeichen versehen. Das Monogramm kommtaber auch verkehrt vor, so dass wir es unter PH bringen müssen.Auch die Initialen des Namens sind zuweilen eingeschnitten.

1349. Heinrich Ludwig Petersen, Kupferstecher, geb. zu AltonaTT) ai 1806, machte seine Studien unter Kroymann in Hamburg, und

-'-';/• fand dann an Bosmäsler in Leipzig einen weiteren Meister.Später Hess sich der Künstler in Nürnberg nieder, wo er ein Atelierfür den Stahlstich hält, ausserdem aber durch treffliche Kupfersticheseinen Ruf gegründet hat. Das Monogramm finden wir auf Blätternnach Zeichnungen in einem Kunstbuchc in der Sammlung des Fürstenvon Waldburg - Truchsess. Es ist dieis ein Foliant mit Federzeich-nungen aus dem 15. Jahrhundert, ein sogenanntes Memorialbuch mitDarstellungen aus dem häuslichen Leben von hohem Werthe. Es wurdevon Dr. E. Förster in einer Abhandlung beschrieben: Lnna von einemschwäbischen Meister des 15. Jahrhunderts etc. E. Harzen kommtin Naumann's Archiv VI. S. 14 darauf zu sprechen, und schreibt dieZeichnungen dem Bartolomäus Zeytblom zu. In neuester Zeit besorgtDr. Rössler, Professor und Bibliothekar der Universität Erlangen, dieHerausgabe eines kunstgeschichtlichen Werkes von grösstcr Bedeutung.Es enthält Kupferstiche und Photographien nach dem höchst inter-essanten Handzeichnungsschatze der genannten Universität. Petersenhat bereits meisterhafte Nachbildungen geliefert.

1350. Hans Perndorffer, Münzmeistcr in Cassel von 1539—1504,h bediente sich zur Bezeichnung der Prägstöcke des ersten

I ft iHr Zeichens, und fügte auf Münzen auch die Initialen H P. bei.Hans Puls, Münzmeister in Gnoycn von 1632—1034, und dannin Stralsund 1635, fügte auf Münzen das zweite Monogramm bei.Letztores gibt Schlickeyscn, aber wahrscheinlich vergrössert.

1351. Hermann Pluddemann, Historienmaler, wurde um 1809 zuI |, j . n | Colberg geboren, und hatte schon in Berlin unter Leitung■tJtl/Hl des Professors C. Begas sein Talent in dem Grade ont-

^ wickelt, dass er 1834 bei seinem Aufenthalte in Düsseldorf

als einer der vorzüglichsten deutschen Meister begrüsst

ff