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und die frühesten entstanden noch in Berlin, von wo aus der Künstler1827 seinen berühmten Lehrer W. Schadow nach Düsseldorf begleitete.Das Bildniss dieses Meisters ist mit dem Monogramme versehen, undauch noch andere Bildnisse aus jener Zeit tragen ein solches. ImJahre 1830 begab sich Hühner nach Rom, wo er das schöne Bild derRuth mit Naemi malte, welches in den Besitz des verstorbenen KönigsFriedlich Wilhelm von Preussen kam. Es ist mit dem Monogrammeund der Jahrzahl 1113 1 versehen. Aus jener Zeit stammen ausseretlichen Bildnissen die Oelgcmäldc mit Simson, Christus als Knabeunter den Schriftgelehrton, das Künstlerfamilienbild mit Schadow, vonletzterem schon 18150 in Rom begonnen , und einige andere kleinereGemälde und Zeichnungen mit Monogrammen. Am 7. Juni 1832 wurdeHübner zum ordentlichen Mitglied der Akademie in Berlin ernannt,und er übte von jetzt an mehrere Jahre seine Kunst in joner Stadt,bis er 1842 zum Professor an der k. Akademie in Dresden ernanntwurde. Einen Thoil der Werke aus jener Zeit haben wir im Künstler-Lexicon beschrieben, es schlicsst aber der Artikel mit dem Jahre 1836 ab.Ausser mehreren Bildnissen von Herren, Damen, und besonders schönenKnabcnportraiten fallen in die spätere Zeit auch die trefflichen Illu-strationen zum Nibelungenlied, auf welche wir 1 unten zurückkommen.Von grösseren Gemälden erwähnen wir den Hiob mit seinen Freunden,die Melusine nach Tieck's Bearbeitung dieses Volksmärchens (1844),Kaiser Carl V. in den letzten Tagen, Friedrichs dos Grossen letzteTage, Hannah mit Samuel vor dem Hohenpriester Eli (18ü0), die grosseBabylon auf dem siebenköpfigen Drachen (in Russland 18S2), des ReitersAbschied, zweimal vorhanden (18!i3), den Landsknecht (1853), das goldeneZeitalter, eine herrliche Gruppe von nackten Hirtenknaben in der königl.Gallerie zu Dresden (1853) u. s. w. In die letztere Zeit fallen auchmehrere Cartons zu Glasmalereien, wie zu zwei Fenstern in der Schloss-kapclle des Grafen Henkel von Donnersmark zu Wolffsbcrg in Illyrienmit den lobensgrossen Gestalten von Christus und Maria, und den ent-sprechenden Untersatzbildern der Grablegung und der Anbetung derKönige; ferner zu einem Fenster der Capelle im Weinberge des Königsvon Sachsen mit dem Gleichnisse vom Weinberge und den Reben, unddann zu einem Fenster der Dominikaner Kirche in Krakau 18S8. DieUebertragung auf Glas übernahmen Schwechtcn und Schcinert in Meissen.
J. Hübner besorgte 18!>6 auch eine neue Ausgabe des Verzeichnissesder k. Gemäldc-Gallcrio in Dresden, und begleitete es mit einer histo-rischen Einleitung und mit Notizen über die Erwerbung der einzelnenBilder. Solche Einleitungen vormissen wir bisher fast in allen anderenCatalogen öffentlicher Sammlungen, obgleich sie von hohem kunst-geschichtlichen Interesse wären. In anderer Weise ist der neue Ca-taloguc de Musöe d'Anvers vorausgegangen. Zur Ergänzung des Ar-tikels im Künstler-Lexicon, und des obigen Verzeichnisses der Werkedes Meisters fügen wir die nach ihm gestochenen und lithographirtenBilder bei, da auf solchen auch Monogramme vorkommen:
Die Madonna mit dem Kinde, lithographirt, gr. fol.
Das Jesuskind, lithogr. von Engelbaeh, fol.
Das Jesuskind, lithogr. von C. Fischer, fol.
Der Knabe Johannes, das Gegenstück.
Christus an der Martersäule, lithogr. von Dircks, gr. fol.
Ecce homo, lithogr. von G. Koch, fol.
Christus und die vier Evangelisten, Altarbilder der Kirche zuMeseritz. Gestochen von J. Keller für die Geschichte der neuerendeutschen Kunst vom Grafen A. Raczynski, gr. fol.