338 H G. Nr. 953.
unteren Ecken sind die sächsischen Wappenschilde, in vier kleinerenMedaillons die Evangelisten , und in einem fünften unten die TaufeChristi vorgestellt. In einem Schildchen oben steht: Das Ander Theil.Der Titel ist der nämliche, nur dass die Schrift gestochen, währendsie auf dem Titel des ersten Theiles gedruckt ist. Statt der Eltistensteht hier der Alten Historien, und statt Godigen schrieb der KünstlerGodigen. Die Jahrzahl ist i590. Nach der Dedication folgen dannOl nummerirte Darstellungen mit der Namenschiffre HG und HGB,oder mit der Abbreviatur H. Godig.
2) Eine Folge von sechs Landschaften mit biblischer Staffage, dievorzüglichsten Kadirungen dieses Meisters. H. 7 Z. 2 L. Br. 11 Z. 2L.
Diese Blätter kannte auch Heinecke, er macht aber aus der Ab-breviatur Hein. Göde. Braun. Fe. einen Goldschmied Heinrich GoedeBraun, und dieser Irrthum ging auch in die folgenden Werke überKünstler über. Genau beschrieben sind diese Kadirungen nicht. Schuchartgibt nur die Aufschrift der beiden ersten Blätter an, und wir fügenein drittes hinzu.
1. Gen. XVII. Der Herr verheisst Abraham Im zu mehrenseinen Samen.
2. Gen. XVIII. Drei Engel neigten Abraham wie es wurdegehen zu Sodom.
3. Gen. XXII. Gott der Herr im höchsten thron flies opfernAbraham sein Sohn.
Unter der letzten Zeile: Hein. Gddi B. Fe. 96. — Der Herrverheisst etc. Diese mangelhafte Unterschrift geben wir aus einemAuktionskataloge.
Ein siebentes ähnliches Blatt (mit Abraham ?) gehört nach Schuchartnicht zu dieser Folge. Es ist mit dem Monogramme HGB und 599bezeichnet. H. 7 Z. 3 L. Br. 10 Z. 3 L.
3) Die Anbetung der Könige. Heinrich Goedigen B. fecit t569.Dieses Blatt zählt Heinecke auf.
4) Dr. Martin Luther als Junker Georg in einer Landschaft stehendauf das Schwert gestützt. Im Hintergrunde ist die Stadt Worms, undoben steht: D. Marl. Luth. in Pathmo 1521. Unten links bemerktman die Jahrzahl 1590, fol.
Dieses namenlose Blatt legt R. Wcigel im Kunstkatalogc No. 18,037dem II. Gödigen bei, nach Börncr gleicht «s aber im Machwerk denanderen Radirungen dieses Meisters nicht.
5) Eine Folge von vier Blättern mit grotesken Büsten, welche ausJagd-, Fisch- und Musikgeräthschaften zusammengesetzt sind. Dieseseltenen Blätter sind breit radirt, und geistreich durchgeführt. Untenstehen deutsche Verse, wir können dieselben aber nur von zwei Blätternangeben, welche Brulliot III. Ntf'. 82!) beschreibt. R. Weigel führt imKunstkatalog No. 2458 eine Folge von vier Blättern an, und werthetsie auf 2 Thlr. 8 gr.
1. Ein Jäger, welcher aus verschiedenen Jagdinstrumenten undThierköpfen zusammengesetzt ist. Im Rande steht: Wer willjagen, es ist Zeit, hie ist der Jeger mit seinem habitt.15. H. Gbd. f. 00., kl. fol.
2. Ein Vogelfänger, der aus verschiedenen Instrumenten zumVogelfango, und aus einer grossen Zahl Vögel zusammen-gesetzt ist. Im unteren Rande: Damitt man die Vogellfangen kan, sihestu alhie beim Weideman. 15. H. Göd. f. 96.,kl. fol.
6) Das chursächsische Wappen in herzförmigem Schilde, mit einerBordüre von Arabeskenranken, in welchen Vögel und an den Ecken