330 HFW — HG. Nr. 943 —944.
gestochenen grossen Bildnisse des Jacob Cornelisx,, Dienaer der Ge-meinde Christi en Chirurgyn, nach der Zeichnung des C. de Visscher,stellt: F. H. van den Hoove. Dieser Meister lebte die längste Zeitin London, und stach viele Bildnisse englischer Notabilitäten. DasZeichen wird daher auf Bildnissen vorkommen. Das jüngste Datumauf van den Hoovc's Stichen ist 1691.
943. Heinrich Friedrich Wermuth, Medailleur, geb. zu Gotha 1703,HFW ^ est ' zu Dresden 1741, hinterliess viele Gepräge, zeichnete
■ • aber selten H. F. W. Wir finden diese Initialen auf einem
sehr seltenen Medaillon mit dem Bildnisse des Herzogs Friedrich II.von Sachsen-Gotha-AIteuburg, mit der Legende auf dem Kcvers: SicDens El Princeps Facinnt Haec Otia etc. 1125.
944. Hans Baidung Grien [Grün) tritt bereits unter dem Mono-gramm HB No. 669 auf, und er erscheint auch unterdem Monogramm HGB, so dass also der Künstler mitder Bezeichnung sich nicht gleichblieb. Sicher ist abernur das aus HGB bestehende Monogramm, die Blätter
1 y— I 1 x~\^ n " t ^ en Zeich«! HB und HG können aber dem Hans* r^rl rp-vi Baidung Grün eher zugeschrieben werden , als irgendIVJIjlLyi einem anderen Meister.
Das erste Monogramm in der Einfassung findet man auf einemKupferstiche, welcher eine von den alten Meistern oft behandelte Sceneenthält. Er stellt die halbe Figur eines Mädchens vor, welches mitder rechten Hand in die Tasche eines Greises greift. Diese beidenFiguren erscheinen unter einem Bogen, welcher oben rechts ange-deutet ist. An diesem Bogen steht die Jahrzahl 1507, und untenrechts das Künstlerzcichen. II. 6 Z. 6 L. Br. !> Z. 1—2 L. Diesesseltene Blatt kannte Bartsch nicht, nur Zani geht in den Materiali &c.p. 102 (7) darauf ein. Er scheint es im k. Kupferstich-Cabinet zuDresden gesehen zu haben, indem auch Heineckc (Neue Nachrichten &c.S. 391) darauf aufmerksam macht. Auf dem Dresdner Exemplar istaber die Jahrzahl 1455 beigeschrieben, und daher kam J. v. Sandrart,und nach ihm Heinecke zu der sonderbaren Erklärung, dass das BlattCopio nach einem Meister HS von I45!> sei. Diese Hypothese ist ganzunhaltbar, und fällt daher weg. Es ist aber auch noch zu bemerken,dass die Jahrzahl 1507 am Bogen beim Druckenach und nach schwächerwurde, und zuletzt blieben nur noch einige Spuren übrig. Das Mono-gramm kann auf Hans Bnldung Grien gedeutet werden. A. Dürer er-wähnt seiner im Tagebuche, welches er auf seiner Reise führte, unterdem Namen Hans Grün. Er erhielt von diesem Meister ein Blatt,welches er „des Grün Hansen Ding" nennt, aber ohne den Inhaltnäher zu bezeichnen. Für Hans Baidung Grün spricht sich auch Schornim Appendix zu Brulliot's Dictionnaire des Monogrammes No. 247 ent-schieden aus, und Passavant stimmt ihm vollkommen bei. Erstercrschöpfte seine Ansicht aus dem Vergleiche des Holzschnittes mit demschlafenden Stallknechte und der Hexe, dessen wir unter dem Mono-gramm HB No. 669 erwähnt haben. Bartsch schreibt dieses Blatt demHans Brosamer (No. IS) zu, es gehört aber zu den Holzschnitten mitden Pferdegruppen, welche derselbe Schriftsteller VII. p. 321 No. S6—S8unter den Blättern des Baidung Grün aufzählt. Auf diesen Holzschnittensteht: Jo. Baidung, und Baidung Fecil 1534, und möglicher Weiseist darunter Balduiig Grün zu verstehen, obgleich die Blätter mit denPferden mit den historischen Compositionen dieses Künstlers nicht dasgehörige Vcrgloichsobjekt bilden. Der Kupferstich mit dem lüsternen