Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
316
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316 HF. Nr. 896.

13. Der Kram des Teufels. Letzterer steht hinter der Bulle mitder Pfeife, und links pfeift ein zweiter. Rechts nähern sichzwei Käufer den Spielwaaren auf dem Tische.

14. Eine knieendo Frau, welche dem rechts im Stuhle sitzendenGeistlichen Beichte ablegt. Hinter ihr steht eine andere Frau,und dem neben dieser stehenden Manne mit gefalteten Händenbindet der Teufel den Mund zu.

!J) Schimpf nniid Ernst, durch alle Welthänndel. Mit vil schönenund warb äfften Historien — —. Jehund von newen weiller dannvormals gemehrt — (Von Joh. Pauli). Bern, Math. Apiarius 1542, fol.

In diesem berühmten Buche sind mehrere Blätter von dem soge-nannten Hans Furtenbaeh, doch nur eines, in Holbein's Weise, trägtdessen Zeichen mit der Jahrzahl 1516.

6) Layenspiegels argument —. Am Ende: Volbracht ist alsoseliglichn dieser nein Layenspiegel mit seinen Addition, In derKaiserlichen statt Augfpurg, Durch H. Ottmar 1512, fol.

Dieses von Ulrich Tcngler verfasste Buch ist mit 23 Darstellungengeziert, enthält aber mit den Wiederholungen 34 Holzschnitte. EinTheil ist von unserm Meister HF geschnitten, und wohl auch ge-zeichnet, doch trägt nur ein Blatt dessen Monogramm. Es stellt obendie Dreieinigkeit vor, und unten zwei Engel, die Teufel in Lucifer'sRachen treiben. H. 7 Z. Br. 4 Z. H L. In dieser Grösse sind alleBlätter unsers Meisters, doch hat er nur auf die geringeren Holzschnittedes Werkes Anspruch. Die schönsten Blätter scheinen dem Hans Burgk-mair anzugehören. Der Monogrammist HF ist also wahrscheinlich jenerHans Frank, welcher für den Triumphwagen des Kaisers Maximiliangearbeitet hat.

Die erste Ausgabe des Layenspiegels wurde 1509 zu Augsburgbei Otmar gedruckt. Sie enthält 2S Holzschnitte, welche in die neuevermehrte Auflage übergingen.

7) Die Holbein'sche Titeleinfassung mit dem Herkules Gallicus.Die untere Halle der gallerieartig aufgebauten Architektur nimmt Her-kules ein . welcher mit einer im Munde gehaltenen Kette eine Mengevon Menschen an sich zieht. Darüber ist ein Täfelchen mit der Schrift:Typus Eloquentiae. An den Säulen, welche zu den Seiten die Titel-schrift umfassen, sind die Bilder der Lukretia und der Judith ange-bracht, und oben in der Galleric sind allegorische Vorstellungen mitgriechischen und lateinischen Inschriften. Das Monogramm, hier mitder voranstehenden Jahrzahl 1519, ist rechts unten. H. 9 Z. 9 L.Br. 6 Z. 7 L.

Angewandt zu: Dictionarium Graecum. Basilea per Curionem1510; Auli Gellii Noctium Atticarum Libri XIX. Basilea apudCralandrum Mense Sept. anno 1510; Topica Claudii Cantiun-culae —. Ex inelyta Basilea, Andreas Cratander 1520; PomponiusWela —. Basil. A. Cratander 1522; Isocralis — Orationes, So. Lo-nicero interprele. Basileae, A. Cratander 1529. — Die Bordürescheint später nachgeschnitten worden zu seyn. Beim Isocrates fehltdie Jahrzahl.

8) Eine kleine Titelbordure des Andreas Cratander. Mit demZeichen und der Jahrzahl 1519, 12.

9) Das Buchdruckerzeichen des A. Cratander, mit der Fortuna,dem Zeichen und der Jahrzahl 1510, 4. Sie wiederholt sich in Druck-werken des Cratander.