H D. Nr. 825 — 827. 293
Künstler in Deutschland I. S. 127, meint, das Bild könnte sehr wohlvon Hans Dürer seyn. In der Gallerie zu Poramersfelden wird dasGemälde für II ans Daig ausgegeben, einen Künstler, welcher in derKunstgeschichte unbekannt ist. Man kennt indessen einen SebastianTaig von Nördlingon, welcher auch Daig genannt wird. Es wäre dahermöglich, dass er einen Bruder Namens Hans Daig gehabt habe. Urkundlichkann man aber dieses ebenso wenig erweisen, als wenn Hans Dürer unterden Buchstaben HD. vermuthet werden wollte. Brnlliot IL No. 1173bspricht von historischen Gemälden mit //. I). und der Jahrzahl *.52.5,welche eben so schlecht gezeichnet, als geschmacklos colorirt sind.Unter solchen Verhältnissen könnte man wohl zwei //. D. zeichnendeMeister annehmen. Hans Dürer lebte bis 1B12 im Hause des Vaters,und dann nahm ihn Albrecht Dürer zu sich. Man kann also vermuthen,dass er sich erst nach 1812 mit Ernst der Malerei gewidmet hatte.Später wurde er k. polnischer Hofmaler, und starb um 1540 in Krakau.Wir sahen von ihm die Bildnisse eines jungen polnischen Fürsten undseiner Gemahlin, weleho nichts weniger, als an die Schule des AlbrechtDürer erinnern. Die darauf vorkommenden Monogramme sind geändert.Das H wurde zum gothischen A gestempelt, und in letzterem steht D,wie im Monogramme des Albrecht Dürer. Die Bildnisse sind flach be-handelt, aber von sehr warmer Färbung auf dunklem Grunde.
825. Unbekannter Formschneider, welcher in der ersten Hälfte° ) 5 3 4~* ° ^ os **"'' Jahrhunderts thätig war. Die gegebenen Ini-
Hy~ tialen findet man auf einem Holzschnitte in folgendem
°\j ° Werke: Eyn gesprech eynes allen erfarnen kriegss-mans un \ hammeisters mit eynem jungen hanptman | welchermas J sen eyn vesler bawe für zu ne '< men etc. Gedruckt zu Meyntzbei J. Schöffern —, fol. Der Holzschnitt befindet sich auf der Kehr-seite des vierton Blattes, und stellt den Baumeister und den Haupt-mann vor, hier Michael Ott und Hans Willig genannt. Auch derMassstab ist angegeben: Veriungung des kleinen masstab. Unterdieser Schrift steht das Namenszeichen mit der Jahrzahl.
826. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der Weise desTT t-) Arrn Heinrich Altlegrcver arbeitete. Im Cabinet Paignon-n. u. low. Djj onyft i p (i7 No , i900 wir(1 ihm ein Musterblatt miteinem Messerhefte mit Arabesken zugeschrieben. Wir haben diesesBlatt nicht gesehen, es wird aber zu einer Folge gehören.
827. Hans Daubmann, Formschneider und Briefmaler von Nürn-tt j\ berg, soll Blätter HD. gezeichnet haben. Wir finden nur ein
' ' rundes Blatt mit einem Bade von Männern und Frauen er-wähnt, welches um die Mitte des 1(>. Jahrhunderts fällt, wissen abernicht, ob es von dem bisher fast nicht genannten Hans Daubmann her-rührt. Dagegen kennen wir einen grossen Holzschnitt in L. Cranach'sManier mit dorn Bildnisse des Herzogs Johann Friedrich I. von Sach-sen, und der Jahrzahl i.34ß. Der Herzog ist in halber Figur vorge-stellt, und in der Einfassung sind vierzehn Wappenschilde. Im oberenRande steht: Von Gottes gnaden Johans Friderich Herlzog zu Sach-sen ------ Burggraff' zu Meydenburg. Unter dem Bildnisse liest man:
Gedruckt zu Nürnberg bei Hanns Daubmann. II. I5Z. Br. 11 Z. 7 L.Diess ist Copie nach dem Kupfcrsticho von Georg Pencz, B. No. 126.Bartsch erwähnt dieses Holzschnittes, scheint aber ein Exemplar mitabgeschnittenem Rande gehabt zu haben, da er Daubinann's Adressenicht angibt.