Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
290
Einzelbild herunterladen
 

290 HD. Nr. 813 — 818.

Gebirgspartien aus dorn bayerischen Hochlande. Auf mehreren Bildernin Oel kommt das Monogramm vor, gewöhnlich mit der Jahrzahl. Auchauf Aquarellen brachte der Künstler das Handzeichen an. Dallwigstarb 1«:>4.

813. Henri Delacroix, Maler im heraldischen Fache, trat um 1840JJv in Paris auf, und erwarb sich mit seinen Zeichnungen und Ma-HV lereien grossen Beifall. Kr bediente sich des gegebenen Zeichens,welches besonders auf Blättern mit Wappen vorkommt. Mehrere sinddurch den Holzschnitt bekannt, wie in dem Werke: Les Francaispeints par eux-memes. Paris iliMi.

814. Johann Hieronymus Deuerlein kam 1019 zu Würzburg beim, t | ->v Hofmaler Biücr in die Lehre, und wurde 1024 In die^icH ) St. Lukas-Brüderschaft aufgenommen. In den Kirchen zu

' '-''• Würzburg sind Gemälde von ihm, und darunter trägt einVotivbild im Kreuzgange des Domes das gegebene Zeichen, bis stelltden Maler mit seiner Frau in knieender Stellung vor der hl. Jungfraudar. Auch das Wappen mit den drei Schilden ist beigefügt.

815. Johann Conrad Hamburgef, Miniaturmaler, fand im zweitenrp. Bande No. 127 eine Stelle, und daher bemerken wir nur, dass das*" gegebene, Hl) scheinende Zeichen auf in Holz geschnittenenKünstlcrportraiten in Immerzeel's Levens en Werken der holl. envlaarn. lianslschilders 111^2 ff. vorkomme.

816. Philipp Heinrich Dunker, Landschaftsmaler und Radirer,LT) führte für Frauenholz in Nürnberg mehrere Blätter aus, und lebte

fortan in der genannten Stadt, wo er 18150 starb. Das gegebeneZeichen findet man nur auf einem einzigen Blatte, welches als Versuchim Radiren zu betrachten ist. Links in der Landschaft bemerkt maneine Mühle, und rechts an der Landstrasse ein Wirthshaus. In derMitte sind Figuren und Thiere verthcilt. Diese Radirung ist Copienach Friedrich Geissler, welcher eine Landschaft von Dcmarnc inKupfer gebracht hatte.

817. Unbekannter Zeichner oder Maler, welcher in der zweitenHälfte des 16. Jahrhunderts in Sachsen lebte. Man findet seinZeichen auf dem Bildnisse des Herzogs August des Jüngeren von

Braunschwcig-Ijüneburg als Rector der Universilät Tübingen im Jahre1196. Dieses in Holz geschnittene Bildniss gehört zu Frhard Celle'sImcujines Profestorvm Tubingeneiun etc. Tubingas typis uutoris1600, 8. Brulliot I. No. 1!>74 erkennt unter dem Zeichen einen ano-nymen Formschneider, von welchem sich Bildnisse BraunackweigischerFürsten finden. Dem ist nicht so. Das fragliche Bildniss ist, von JakobLederlein geschnitten, worauf die Bezeichnung 1 0 L deutet. Der Herzogist in Huste von einer ovalen Einfassung mit Wappen umgeben. HöbeS Z. 2 L. Breite 3 Z. 8 L. Ob sich noch andere Portraitc vonFürsten jenes Hauses mit dem Monogramme III) finden, wissen wirnicht. In der erwähnten Sammlung ist kein anderes.

818. Hendrik Dillens, Genrcmaler, geb. zu Gent den 20. Dccem-. y^ bor 1812, trat als junger Mensch bei einem Anstreicher

f— / ) in die Lehre , hatte aber 18110 das Glück, an dem be-¥t}J I ^ ■ rühmten Macs Canini einen Meister zu finden, welchersein Talent so rasch entwickelte, dass dem jungen Kunstler schon 1832der erste Preis im Genre zu Thcil wurde. Von dieser Zeit an sahman auf jeder Kunstausstellung Gemälde von seiner Hand, welche inverschiedenen Besitz übergingen. Darunter sind Bilder von reicher