II B. Nr. 708. 243
21) [B. 19] Christus am Kreuze mit den hl. Männern und Frauen,in acht Blättern.
Es gibt eine Copie von dem Formschneider I R mit Messerchen,aber ohne Unterschritt.
22) Die heil. Dreieinigkeit, in acht Blättern. Imp. fol. In derSammlung zu Gotha.
23) Die schmerzhafte Mutter des Herrn. Grosser Formschnitt inacht Blättern. Imp. fol. Sammlung in Gotha.
24) Der hl. Hicronymus mit dem Löwen links am Baume in einerLandschaft. In einem Täfclclien die Buchstaben HB. II. 7 Z. 1 L.
25) Der heil. Augustin und der Jesusknabe in einer Landschaft.Links im Mittelgrunde sind Gebäude und ein Kirchlein, und rechtsvorn am Meeresstrande schöpft der Knabe Wasser in die Grube. St.Augustin, in Begleitung eines Mönches, neigt sich gegen den auf-blickenden Knaben, und deutet auf ein zwischen beiden schwebendes,von dem Pfeile durchbohrtes Herz. Zu den Füssen des hl. Augustinsteht die Jahrzahl IIJHl, die Initialen fehlen aber. Dieses Blatt istsehr selten In der fürstlich Wallerstein'schen Sammlung ist ein Abdruck.H. 10 Z. 10'/, L. Br. 7 Z. 7 L
26) Der Teufel, wie er eine Kirche zu zerstören sucht, 4.
27) IB. 48—01] Die Cardinaltugenden und die Hauptlaster.
Die Platten haben sich erhalten. Sie wurden neu abgedruckt infolgendem Werke: Holzschnitte aller deutscher Meister in den Ori-qinalplalten gesammelt von H. A. von üerschau, herausgegeben vonB. J. Becker. Vierte Lieferung. Gotha 1(152, gr. fol.
28) [B. 40] Der Todesgenius, oejer der Tod, welcher einen jungenMann zu Boden wirft, während das Mädchen flieht.
Auf dieses Blatt haben wir schon oben aufmerksam gemacht, weiles Baron von Rumohr als den frühesten Versuch in Helldunkel vondrei Platten bezeichnet. Es gibt Abdrücke mit der Adresse des Form-schneiders Jost de Negker, wovon Bartsch schweigt. Die Adresse istunten aufgedruckt, es finden sich aber farbige Abdrücke, wo der NameJost de Negker in die Strichplatte eingeschnitten, und jener des HansBurgkmair aufgedruckt ist.
29) Venus und Merkur, fol. In der Sammlung zu Gotha.
30) Kaiser Maximilian I. und Maria von Burgund in einem Gartensitzend im Gespräche. Links am Rande ist ein Brunnen, und weiterhinauf wandelt ein Ritter mit seiner Dame. Rechts geht ein anderesPaar nach den Bäumen zu. Im Vorgrunde ist eine verzierte Brüstungmit dem Portale zu dem aufsteigenden Garten. Links und rechts voneiner Fraze am Bogen desselben stehen die Buchstaben HB. Höhe8 Z. i L. Breite 5 Z. 8 L. .
Dieses ausgezeichnete Blatt erklärt lt. Weigel für eigenhändigeArbeit Bnrgkmair's, und gibt im ersten Hefte seines Prachtwerkes:Holzschnitte berühmter Meisler etc. eine treffliche Copio. Das »nginaifindet man in alten Abdrücken mit weissem Rücken in folgendem \A erue.Von der Verliehen, zimlichen, auch erlaubten Wolu.it des letbs - -durch Bap. Plalinam von Cremona - -. Augsburg, n. DtaineiU»t fol. Der Holzschnitt kommt aber schon früher vor, nach We.gelund liörner auf der Rückseite eines Buchesmit dem Titel. Kwm„ulirm Gesorüche in Schimpff und Krnst Reden, viel höflicherSS*! Eine veränderte Composition ist ,m We.sskunig:Wie der Jung Wcysslarnig unnd die Jung kumgm, yedes des an-deren, sein sprach lernnt. . +