H B. Nr. (598 — 702. 233
einen Lehrstuhl an der Universität in Landshut, mit welcher er nachMünchen versetzt wurde. H. v. Bayer radirto eine bedeutende Anzahlvon landschaftlichen Blättern* meistens in kleinem Formate. Sie sindgewöhnlich sehr vollendet. Ein Watt mit dem ersten Zeichen stellteine Doil'kircho in landschaftlicher Umgebung TOT. Unten stellt: Amico.siio II. ObarndOffer in, mein. ID. Sept. 1/131 und das Zeichen, 8.Das Blatt mit den zweiten Zeichen enthält eine kleine Landschaft.Im Vorgrunde rechts sitzt ein Mann auf der Erde, und gegen dieMitte ein anderer mit dem Korbe vom Kücken gesehen. Das Mono-gramm ist links oben. Die Zeichen iu Cursivform findet man ebenfallsauf kleinen, sehr vollendeten Blättern mit Landschaften. Auf anderenRadirungen kommen die Initialen HB vor.
698 Sigmund Heibein scheint durch dieses Zeichen seinen Na-men angedeutet zu haben. Pnssavaut fand es auf einemaltdeutschen Gem&lde mit der Darstellung des Jesus-kindes im Tempel, worin der Einflnss der v. Eyck'schenSchule unverkennbar ist. Das Charakteristische der Männerköpfe istsehr ansprechend., öfter Individuell, und die Fraomköpfe haben etwasi eines. Passavant möchte nach diesen Umständen den S. Holbcin fin-den Verfertiger des GemjUdea halten. Der Besitzer ist ein Geistlicherin der Schweiz, und somit könnte S. Holbein das Bild in Bern gemalthaben. Der Künstler starb daselbst um 1840.
699. Heinrich Bogaart, auch Bogert, nennt sich ein Maler, überwelchen wir keine Nachricht fanden. Die holländischenSchriftsteller kennen zwar Bogaerts, aber keinen H. Bo-gaart. Man findet von ihm fleissig gemalte Baiiernstückein Molonaer's Manier. Das Monogramm ist mit dem
NamerTverbunden, und kommt auch einzeln vor. Der Künstler lebteum 1 fiSO — 1870, wahrscheinlich in Amsterdam. In der Sammlung des(lonferenzrathes Bugge zn Kopenhagen war ein Gemälde mit fünfBauern beim Mahle, und der Bezeichnung: //. Ilona ort f.
700. Andries Both wird der Verfertiger eines Gemäldes mit die-/ J) i sem Zeichen in der kgl. Galleric zu Dresden genannt.
/ r/S I b 3 ^ - I*' cscs Bild stellt einen Geisterbanner im Buche lesend" ^' ' vor, und seine Beschwörung hat bereits das Gespenstheraufgerufen. Iri früherer Zeit wurde dieses Bild dem Adrian Brouwerzugeschrieben, es ist aber eben so wonig von diesem Meister, als vonA. Both. Das Zeichen kann wenigstens auf letzteren nicht gedeutetwerden. Both starb 1680 in Venedig.
701. Honore Blanc, Kupferstecher, ein Franzoso von Geburt, war
um 1720 thätig. Er stach verschiedene MusterblätterrffX S?f\ nach Zeichnungen des Malers und Bildhauers J. M. Ber-t/1 U/J~tU narf i Toro, welcher sich auch Tarot und Taureau nennt,Man hat von ihm eine folge von Masken und Charakterköpfen zumGebrauche für Holzschnitzer und Bildhauer. Das Zeichen findet manauf vier radirten Blättern mit Mascarons, welche No. 373 der beiJ. G. Hertel in Augsburg erschienenen Folgen von Ornamenten bilden.in, fol. Die Blätter mit dem Monogramme kennten Copten seyn, jedcn-alls aber deutet das Monogramm den genannten Künstler an.
702. Leopold Hugo Bürkner, Maler, Ra.lirer und Formschneiderin Dresden ist oben unter dem Monogramme HB No. 68beingeführt, und es ist auch bemerkt, dass dieses Mono-gramm auf Zeichnungen und Skizzen vorkomme.
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