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dius van Scheyndel ist sicher. Man findet von ihm eine Folge vonBlättern mit Ansichten von Städten, Dörfern, Ruinen &c., kl. qu. 8.Auf einigen Blättern steht: Aeg. Scheyndel, auf anderen: Aeg. v. S. F.G. van Scheyndel hiuterliess eine bedeutende Anzahl von Blättern,meistens Landschaften mit bäuerlichen Figuren und Thieren. Aufmehreren kommen die Initialen des Namens vor. Die Verleger sindC. J. Visscher, J. P. Beerendrecht, C. Danckerts und Cl. de Jonghe.Ein sehr grosses und seltenes Blatt stellt den Leichenzug des Prinzenvon Oranien und Nassau zu Delfft 1025 vor. Es wurden vier Plattendazu gebraucht, und C. J. Visscher gab das Werk 1620 in Amsterdamheraus, gr. qu. fol. Diesen Trauerzug schätzt Weigel auf 18 Tbl.
458. Gaspar van Wittel, Architektur- und Landschaftsmaler, geb.
6\/ \Y/ zu Utrecht 1647, gest. zu Rom 1736, nannte sich in• V • VV Italien gewöhnlich Vanvitelli, und als er später derf~f ~K /"VW" Augengläser bedurfte, erhielt er den Spitznamen G a -vJ-V- W sparo dagli Occhiali. Die Initialen des Namensfindet man auf kleinen, sehr zart vollendeten Landschaften in Oel undGouache. Seine späteren Werke sind kräftig behandelt, und auf solchenkommen unsers Wissens die Buchstaben G. V. W. nicht vor. ImKünstler-Lexicon haben wir ausführlich über ihn gehandelt, nur sindseine radirten Blätter nicht genau bezeichnet. Es sind deren nur zweiin folgendem Werke: V arte di restiluire a Roma la tralasciataNauigatione del suo Teuere. — üalV Ingegniero Cornelio Meyer —.In Roma M.DC. LXXXUI., fol. Das eine dieser malerisch behandeltenBlätter gibt die Ansicht der Tiber mit einer Mühle. An letzterer steht:Mola da Grano, im Wasser: Caduta, und hinter der Mühle:Passonate. Im Rande links: Cornelio Meyer Inu. Cas' V. WitelSculp. H. 5 Z. 2 L. Br. 7 Z. 10 L. Das zweite Blatt stellt denPlatz in Rom mit dem Obelisken, und viele Figuren und Wägen vor.Links unten: C. M. I. — Gaspar van Wittel Fecit. H. 7 Z. 7 L.Br. IS Z. 10 L..
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459. Georg Wechter, Maler und Radirer von Nürnberg, bedientesich gewöhnlich der Initialen G. W., und wir werden daher unterdiesen auf ihn zurückkommen. Brulliot I. No. 2271, und Heller,Monogr.-Lexicon S. 163, vergrössern das obige Zeichen, und schreibenes irrig dem Gabriel Weyer zu. Man findet es auf No. 5 einer Folgevon 12 Blättern des Kupferstechers Heinrich Ulrich von 1598. DieseBlätter stellen verschiedene Reiter, und jenes No. 5 einen nach linksgaloppirenden Cavalier vor, wie er die auf das Pferd genommene Dameküsst. Rechts unten ist das Monogramm, und im Rande steht: Simulaplus amator equesq. No. 5. Das Blatt No. 11 ist G. W. gezeichnet.Auch Hans Wechter hat Theil an dieser Folge, wie unter dem Mono-gramme H W z\i ersehen ist. Die Blätter dieser seltenen Folge sind2 Z. 8 —10 L. hoch, nnd 2 Z. 6 — 9 L. breit.
460. Gabriel Weyer, Maler von Nürnberg, entwickelte in derr*$J ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts grosse Thätigkeit. WirVJ" haben ihm im Künstler-Lexicon XXI. S. 360 eine ausführlicheStelle gewidmet, und bemerken daher hier nur, dass man nach BrulliotL No. 2271 das gegebene Zeichen auf Kupferstichen nach G. Weyerfinde. Es könnte demnach auch auf Zeichnungen und Gemälden vor-kommen.