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Denkmünzen und Eisenarbeiten, und dann ein sehr seltenes geistreichin Kupfer gestochenes Bildniss liefern den Beweis. Das Brustbild inHarnisch hat die Umschrift: Johannes Caspar V. G. G. Adm. Desllochm. In Prent». M. Teut. Ord. Inte V. W. F. Land. Herr zuFreud. V. Eulenb. G. Pfründt fecil IO.H. Die Stocke zu der Endter'-schen Bibel niüssten in die letzte Zeit seines Lebens fallen, und sieboten dem Künstler wohl weniger Schwierigkeiten, als ein Eiscnblock.
246. Gustav Friedrich Papperitz, Landschafts- und Genremalcrvon Dresden , tritt im zweiten Bande No. 2902 unter einemaus (1 F P bestehenden Monogramme auf, und wir bemerkendaher hier nur, dass sich der Künstler in neuerer Zeit auchdes beigefügten Zeichens bedient habe. Es scheint ebenfallsaus 6 FP gebildet zu seyn.
Girolamo Pozzo, Bildnissmaler, war um 1846 — 1568 in
Wien thätig. Er malte Maximilian II. als König undKaiser, sowie dessen Gemahlin nach dem Leben, zeich-nete aber sehr selten G. P., und violleicht nie mit demNamen. Der Künstler wurde daher in der Kunstgeschichtevergessen. Im Jahre 1868 malte er den Kaiser in ganzerFigur. Dieses Bild ist uns wahrscheinlich in dem grossen Holzschnittemit der stehenden Figur des Kaisers und dorn Wappen auf der Rück-seite erhalten, gr. fol. Virgil Solis hat die Büste in Holz geschnitten, 8Brulliot II. No. 1072 macht nach einem Anktionskataloge von 181!)auf das Bildniss eines jungen Mannes aufmerksam. Es ist G P 1047gezeichnet, und wurde dem Georg Pencz zugeschrieben. Letzterer be-diente sich aber fast immer eines Monogramms , und daher könnte essich um ein Gemälde von Pozzo handeln.
Auf Georg Pencz bezieht sich aber die Bezeichnung G. P. pinx.auf einem anonymen Kupferstiche, welcher ein altes Weib vorstellt,wie es an der Brust eines jungen Mädchens säugt, 8. Das Gemäldedes G. Pencz soll in Nürnberg gewesen seyn.
248. Unbekannter Maler und Radirer, welcher zu Anfang des«p j -r-i 17. Jahrhunderts gelebt haben dürfte. Brulliot II. No. 1077O"! . 11L £■ kennt ein radirtes Blatt, welches Loth mit seinen Töchternvorstellt, wie er links fast auf dem Boden liegend einen Becher inder Beeilten hält. Neben ihm sitzt eine Tochter in Profil nach linksgewandt, und das andere Mädchen nimmt etwas zurück die Mitte ein.Im Grunde links steht unter Bäumen eine Vase, und in der Fernerechts ist durch ein Gekritzel der Brand von Sodoma angedeutet. Rechtsunten im Schatten bemerkt man die Buchstaben G P. In. F. II. 4 Z. 2 L.Br.fi Z. Brulliot glaubt, dass dieses Blatt von jenem Meister herrühre,welchen Bartsch XIX. p. 18:! zu den unbekannten Schülern des GuidoReni zählt, und andere irrig Gaetano Piccini oder Giovanni PietroPosscnti nennen. Wir führen diesen unten unter dem Monogramme GPPein, und deuten das Zeichen auf Georg Pecharn oder Pcham. Letz-terer bediente sich aber auch der Initialen GP, wir können abernicht bestimmen, ob das Blatt mit Loth und den Töchtern von Pehamherrühre, da es uns nicht zu Gesicht gekommen ist.
249. Georg Pecham oder Peham , auch Beham und Behcim
Gp/T /} genannt, Maler und Radirer von Augsburg, war•/ ,Lrjr. Schüler des Melchior Bocksberger in München, undG P f.S-93 ■ legte 1593 der Malcrzunft daselbst sein Probestückvor. Bald darauf ernannte ihn der Herzog Wilhelm V. zum Hofmaler,