Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
746
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746 BB. Nr. 1701.

ster 1492 oder 1493 wohl in Cöln geboren wurde. Die Aufschrift desRevers ist nämlich von der Jahrzahl 1539 begleitet, und rühmt denGefeierten besonders als Bildnissmaler, indem sie besagt: Novit HieEffigies Sine Sensu Pingere Vivas. Ein Exemplar dieser seltenen Me-daille war in der Ampachschon Sammlung.

Der Maler B. Brun hatte auch einen gleichnamigen Sohn, wel-cher Künstler war, und 1557 zu Cöln mit Agnes l'ottbergs in ein ehe-liches Verhältniss trat. Von diesem Meister wäre dann das Doppel-bild im Besitze des Premier-Lieutenants Becker in Münster, auf wel-ches Merlo 1. c. S. 74 aufmerksam macht. Es trägt die Jahrzahl 1560und den Namen: Bartholnmeo Rrvn Fecil. Brun oder Bruyn, nie deBruyn, wird auch der ältere Maler dieses Namens in den kölnischenSchreinsurkunden, den Senatorenverzeichnungen, im Vertrage über dasXantener Altarwerk, in G. Brauns Städtebueh &c., genannt. In denbetreffenden Werken über Kunst und Künstler heisst er daher irrigB. de Bruyn, wie Merlo nachgewiesen hat. Der .jüngere B. Brun istnach seinen Leistungen wenig bekannt. Er stand aber zu Cöln inAnsehen, da er zu wiederholten Malen die Senatorswürde bekleidete.Im Jahre 1601 gab man ihm in dem Maler Geldorp Gortzius einenNachfolger.

1701. Bartholomäus Breenberg oder Breenbergh, Maler undI |Y\ _. Radirer, wurde nach der gewöhnlichen

im /^LTkßkim r Angabe um 1620 zu Utrecht geboren, er

Ulf j-sJl/JtyW f ,tl 0 ,%J. ^ muss aber früher das Licht der Welt er-ffl! t^i <f k t» a i /^^ bückt haben, da wir eine Zeichnung mitjd> +. / lo^j.^M« dem Monogramm und der Jahrzahl 1620°^ kennen. Sie gibt die Ruine eines alten

römischen Gebäudes, von welchem noch Rundbogen und das Haupt-thor erhalten sind. Zu letzterem führt ein kleines, mit Gesträuchüberwachsenes Thor. Diese Zeichnung wird im k. Cabinet zu Münchenaufbewahrt, und wenn nicht zwei Meister des Namens B. Breenberghangenommen werden wollen, so muss der berühmte Maler um 1600geboren worden seyn, da die Zeichnung von 1620 zu dessen früherenArbeiten zu gehören scheint. Breenbergh's Meister ist nicht bekannt,entschieden aber, dass er in Italien umfassende Studien gemacht habe,da seine Gemälde, wie seine schönen und trefflichen Radirungen, Be-weise dafür liefern. Er malte historische Darstellungen, und Land-schaften mit verschiedener Staffage. Auf Bildern dieser Art findetman die drei ersten Zeichen, wie auch Brulliot I. No. 782, und Heller,Monogr. Lex. S. 50, angeben. Immerzeel hatte nur den ersten dergenannten Schriftsteller copirt. Die übrigen Monogramme haben wirauf den Originalradirungen des Künstlers durchgezeichnet, und siewiederholen sich mit geringen Abweichungen. Bartsch P. gr. IV.p. 159 ff. beschreibt 28 Blätter, grösstenteils Ansichten römischerRuinen, und R. Wcigel (Supplements au peinlre-graveur I. p. 116) gibtmehrere Zusätze.

Unter den Initialen B B F An" i(13!) sollten wir auf Breenberghzurückkommen, da Brulliot II. No. 227 unter diesen Buchstaben eindem Verfasser dos Peinlre-graveur unbekanntes Blatt beschreibt, wel-ches eine felsige Landschaft mit italienischen Gebäuden und einemFlusse zeigt. Links bemerkt man auch ein Häuschen, zu welchemeine steinerne Brücke mit zwei Bögen führt. Der Fluss kommt auseinem Felsen hervor, ringelt sich fort, und bespült die Steinblöckedes Vorgrundes. Am Himmel rechts stehen nach der Angabe im Ca-talog Rigal p. 70 No. 175 (29) die Buchstaben B B. f. An. i639.