516 AR. Nr. 1196—1201.
gebunden, und ein an der Schnur hängendes Schmuckstück am Halse.Die Brust ist nackt, und unter derselben hält ein Gürtel das von derlinken Achsel herabhängende leichte Gewand. Dem jungen Profil ent-gegen blickt rechts ein älteres au der Kinfassungslinic hervor.
Der Verfertiger dieses Medaillons ist sehr wahrscheinlich AlfonsoRuspagiari. Man schreibt ihm ein Bildniss der Claudia Pancaliarizu, welches in verschiedenen Catalogcn erwähnt wird, aber ohne ge-nauere Beschreibung, so dass man nur muthmasslich an obiges Bildnissdenken kann. Ruspagiari lebte in der zweiten Hälfte des 16. Jahr-hunderts. Zani ist im lrrthum, wenn er den Künstler um 1626 ar-beiten lässt. Er nennt ihn Ruspaggiari, einen Plastiker von Reggio.Vgl. auch No. 1177.
1196. unbekannter Emailmaler? Graf Leon de Laborde sagt inA II seiner Notice des emaux &c. p. 127, dass sich in der Sammlung
*»-*-v. des Mr. Baron zu Paris ein altes Emailgemälde mit den Buch-staben AR. befinde, zweifelt aber, oh sie den Künstler andeuten, daim 15. Jahrhunderte äusserst selten Zeichen und Namen auf Gemäldenvorkommen. Es steht nun zu erwarten, oh sich noch andere Werkedieser Art mit AR. finden.
1197. Unbekanntes Zeichen, welches wahrscheinlich einen römi-A. sehen Kunstverleger andeutet. Man findet es auf einem von
«K Peter Brcbiette radirtcu Bildnisse des Dichters Ovidius Naso.«^RJ Das Oval ist von vier Genien umgeben, und über demselben^^ sitzt ein Adler. Unten im Cartouche steht: C" est le visage quedans Home Apollon aulrefois porta , lorsque vcslu du corps (V un komme,le nom d'Ovide il emprunta. Links unten ist das Zeichen, rechts derName des Stechers, kl. fol.
1198. A. Rolland, Kupierstecher, oder Zeichner. In H. Moycr's. p Melall-Ektypographie. Beschreibung eines neuen Verfahrens cr-
^•K-- haben auf Kupfer zu ätzen, erfunden von Dcmbour. Braunschweig1835, sind Abdrücke mehrerer von Dcmbour producirten Platten, unddarunter eine Vignette, welche einen betenden Geistlichen vorstellt.Diese Vignette ist mit A. lt. bezeichnet, unter welchen ein Hr. Rollandin Rimilly zu verstehen ist.
1199. A. Rosenthal, Landschaftsmaler in München, trat um 1840
Ali als Künstler auf, und machte sich von dieser Zeit an durch• -*•*-• zahlreiche Werke bekannt. Sie bestehen in Landschaften vonschöner und klarer Färbung, in welchen die Staffage untergeordnet ist.Auf Gemälden aus seiner früheren Zeit stehen die Initialen A.R., dieMehrzahl derselben ist aber mit dem Namen bezeichnet.
1200 Johann Anton Riedel, Maler und Radiror, welcher 1816 als/fT) - Gallerie - Inspcctor in Dresden starb, hat einige seiner ra-
■** J c ' dirten Blätter mit den Buchstaben Ali.del., oder jc, bezeich-A'p net, namentlich Bildnisse nach P. de Grebbcr, J. Livcnsu. A.
A-tv. SC j)j e römischen Buchstaben AH, scheint Hertel bei der Rc-touche der Platten aufgestochen zu haben.
No. 1188 haben wir ein Monogramm desselben angezeigt, und wei-tere Nachrichten beigebracht.
1201 Alphons de Ramberville, Miniaturmaler, war in der zweitenAD Hälfte des 18. Jahrhunderts in Frankreich thätig. Er zeichnete
* einige Miniaturen mit den Initialen des Namens.