Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
243
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ADR —ADU. Nr. 448-451. 243

grammes, und bezeichnete in obiger Weise nur wenige radirte Blätter.Bartsch P. gr. IV. p. 222 gibt einige biographische Notizen über diesenMeister, und beschreibt dann 55 Radirungen, welche mit sicherer Nadelbehandelt und kräftig geätzt sind. Das Verzeichniss bei Bartsch istaber nicht erschöpfend. R, Weigei „Supplements au Peintrc - graveur.Doipzic 1843. 1. ]). 190" hat es ergänzt, und besonders hinsichtlich derAbdrucksgattungen die Sache in's Reine gebracht. Kr fügt auch 12 vonBartsch nicht beschriebene Blattei bei, so dass sich die Zahl derselbenauf 67 belauft. Sic bilden verschiedene Folgen, deren Bestandteileuur in den späteren Drucken mit A — F, oder a—f. bezeichnet sind,"ir können aber auf diese und andere Unterschiede hier nicht ein-gehen, sondern verweisen auf R. Weigei. Die Abbreviatur, wie obenangegeben, findet man auf drei Blättern, welche in Landschaften dieRuhe der heil. Familie in Aegypten, St. Bruno in Extase und den heil.Hieronymus vorstellen. Wenn die beiden letzteren Blätter die AdresseAmlran's tragen, sind sie zweiter Art, und beim dritten Drucke wurdedie Adresse wieder weggenommen. Unkundige könnten daher die erstenund dritten Abdrücke verwechseln.

Da auf den Radirungcu dieses Meisters gewöhnlich der NameA- van der Gabel, und auf Gemälden zuweilen das Monogramm AVKsteht, werden wir unter letztcrem die Ursache erklären.

448. Adrian Ludwig Richter, Landschaftsmaler und Radirer, wurde

Mrien T li nol M sc 1803 zn Dresden gehören. Schüler seineswitn L. li. HM. ael. SC. Vaters Ch. A. Richter, machte der Künstlerju Italien umfassende Studien, welche dann auch im südlichen Alpon-l.'iiule reichen Zuwachs fanden. Richter ist als Maler und ZeichnerBleich berühmt, und wir werden unter L. R. Gelegenheit haben, auf ihnz "rück zu kommen. Im Künstlor-Loxicon fand er bereits einen aus-ai ' uu Artikel, un( l daher bemerken wir hier nur hinsichtlich derAbbreviatur, dass sich dieselbe auf Radirungen aus der früheren Zeit''''s Künstlers linde, nämlich in folgendem Werke: 70 vues pittoresquesrt(!s environs de Dresde dans une etendue de. douze Heues d'apres nalure. et!l r a\>ees ä l'eau-forle par le professew Ch. A /Hehler et A. Louis Richter etc.

449. Augustin de Saint-Aubin, Zeichner und Kupferstecher, geb.•A-."e>. S. A. Siy zu Paris 1736, gest. 1807. Dieser geistreiche

A.^i.s.A..f K it. Künstler hinterliess eine grosse Anzahl von BIM-

** r n, welche äusserst zart gestochen sind, und mannigfaltige Darstell-ungen enthalten. Die gegebenen Initialen findet man auf zierlichen"Anetten und auf Bildnissen. Die erste Reihe der Buchstaben stehtau * jenem des A. Voltaire nach der Zeichnung von V. Dcnon. gr. 8.

450. Unbekannter Maler oder Formschneider, welcher um 1545in Augsburg gelebt zu haben scheint. Bartsch P. gr. IX. p. 162kennt nur ein Blatt mit seinem Zeichen. Es (teilt ein Oucifix

v °r, welches auf einem Postamente von drei Stufen steht. Die Balkenües Kreuzes gehen in Medaillons mit den Symbolen der Evangelisten*•••> Links unten bemerkt man das Zeichen des Künstlers. H. 4 Z.J L. Br. 3 z. 5 l. \,y m zweites Blatt mit dem gegebenen Zeichen»teilt streitende Doctoren vor, und findet sieb in folgendem Werke:

' 'crnemmstc Historien \md exempel von widerwertigem Glück ------- durch

■ »annem Boccalium von Certaldo — jetzt von Jlieronymo Xieglcr fiebrigWteutschl. Augsburg, II. Stainer 7.54.5, fol.

451 A Dur f stc ' lt auf ( ' incm Gemälde in der k. k. Gallerie

. ' ^u^' /• zu Wien. Es stellt das Innere eines Saales

° r i in welchem eine in schwarzen Atlas gekleidete Frau einen Offizier

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