Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
139
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ACBR—ACF. Nr. 311-314. 139

vonBörner erwähnten Blatte der Anbetung der Könige zufälligerweisesich zeigt. Hr. Börner bemerkte uns selbst, dass das ihm zu Gebotestehende Exemplar befleckt war, und der Funkt leicht das Excrementeiner Fliege seyn könnte. Sicher ist über, dass das Zeichen nicht demNicolaus de Bruyn angehöre. Hätte er die Platte nach einem eigen-händigen Gemälde gestochen, so würde wohl nach: PINX, noch:et sculpsit gesetzt, nicht das Monogramm gebraucht worden seyn, umibn iils Maler, der ausgeschriebene Name um ihn als Stecher der An-betung kenntlich zu machen. Wir müssen zwei Tbeilhaber am Bildeannehmen, und den Abraham de Bruyn so lange als Maler gelten lassen,bis ein anderer Meister mit mehr Recht eintreten kann.

311. Anna. Catharina Block soll nach Heller, Monogrammen-LexicoTiAGB ttatisll '^ *"> '"' f diesen ISuehstabcn Werke bezeichnet

' ' r ' ' haben. Sie malte Blumen und Portraite, erwarb

1705. s j ( .)| damit grossen Beifall, und starb zu Regens-

burg 1719, als Gemahlin des Malers Benjamin Block.

312. Unbekannter holländischer Zeichner oder Kupferstecher,JT welcher zu Anfang des 17. Jahrhunderts thätig war. Das

>*\f gegebene Zeichen findet man auf dem Titelhlatte der PsalmiU-S± Davidis. Lugduni 1607, 8.

313. A. Crusius soll nach Brulliot 1. No. 197 der Träger diesesfö T-i Namenszeichens seyn. Mau bildet es auf Zeichnungen mit. hi-

_/x' storiseben Darstellungen.

Kin A. Crusius ist ganz .unbekannt, und gehört nicht der LeipzigerFamilie dieses Namens an. Wir glauben, dass der Meister AntonCrussens beisse, von welchem im Cahinet Paignon - Dijonval sechsFedcrzeielinungen waren. Sie enthalten Carrikaturen, Genrestücke, eineLandschaft und eine Stadtansicht. Dieter Anton Grosses! ist wohl EinePerson mit lininorzoors A. van Croos, welcher im 17. .Jahrhunderte Land-schaften und Ansichten von Städten und anderen Orten malte, die aberin Zeichnung und Färbung nicht von Bedeutung sind. Wenn indessendie Zeichmingen mit dem gegebenen Monogramme einen vorzüglicherenKünstler verrathen, so könnten sie einem .jüngeren A. van Croos an-geboren. Dieses 1 malte Seestücke in der Weise des ,T. van Goyen, sowie Genrebilder, welche einen Nachahmer des Bieter Molyn verrathen.Auf einigen seiner Gemälde stehen die .Jahrzahlen t6Q3 —«7. EinA. van CreoS .Ir. war nach Immerzeol aus dem Haag gebürtig, unddieser wäre dann der Urheber der genannten Gemälde.

314. Alexander Calame, der berühmte Landschafter, fand obenr a pa| unter A. C. No. 290 eine ausführliche Stelle, und daher be-

'-Q ---- 1 merken wir hier nur, dass sieb die gegebenen Buchstaben auf

einem ausgezeichnet schön radirten Blatte finden. Rechts ziehen sichquer dem Mittelgrunde entlang buschige Bäume hin, und durch dieZwischenräume der Stämme bemerkt man das klare Wasser eines Flusses,welcher die ganze Breite durchschneidet, und links nach vorn Wasseraustreten lässt. Gegen den Rand zu liegen drei Felsen in demselben,und rechts vorn ist eine felsige Fläche. Links steigen vom Mittel-gründe Rerge auf, und Wolkenstreifen bedecken den Himmel. Rechtsunten in der Ecke ist die Bezeichnung, und bei vollem Rande stehtlinks unten: „A. Calame ft. Goneve 1840. No. 4. 2 me serie. H. derPlatte 6 Z. 2 L. Br. 9 Z.

A. Calame gab vor seiner Heborsiedlung nach Paris in Genf zweiPolgen von radirten Ansichten aus den Alpeuregioncn heraus, und das«rwähute Blatt gehört demnach zur zweiten Suite.