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8 (1856) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1778 bis 1798
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schiedet, sondern der hohen Regierung selbst als ein gefährlicher Bürger denuncirt würde. Dieser Bürgerlcist übergab außerdemeine der mündlichen Erklärung völlig gleichlautende schriftliche, die von den meisten, ja wie man mir versichert, von allenin Bern anwesenden Mitgliedern, kurz von mehr denn hundertfünfzig, unterzeichnet ist. Dieses Ereigniß hat um so mehrWerth, da die meisten Glieder des Leists Männer von einem solchen kraftvollen Charakter sind, daß man bestimmt annehmendarf, dieser Schritt sei ein ganz freiwilliger, aus inniger Ueberzeugung hervorgegangener. <is; jj ZU, Deccmber. Alle Emi-grirten über fünfzehn und unter sünfundsechzig Jahren sollen Stadt und Canton Freiburg bis zum 15. Januar verlassen;doch wurde eine zwar stillschweigende Ausnahme zu Gunsten des schönen Geschlechts gemacht, welche der in hier befindlicheHerr Repräsentant von Freiburg nicht zu billigen scheint. <s>

Bern, 2. Januar 1798. Am Ncujahrstage wurde ein außerordentlich kostbares Repas veranstaltet, bei welchem dieeingeladene Gesellschaft von Bern nicht weniger zahlreich war, als das ganze diplomatische Corps, Nichts wurde unter-lassen, um dieses Fest recht belebt und treuherzig zu machen, und hiezu trugen die häufig angebrachten eidgenössischenGesundheiten nicht wenig bei. Eine andere schmeichelhafte Aufmerksamkeit erwiesen die drei angesehenste» Zunstgcsellschaftender hohen Repräsentantschaft, in dem diejenigen der Schmieden, Pfistern und Metzgern während dem Essen Deputationenan Hochdieselbe abordneten, um ihr in mannigfaltigen silbernen Gefässen den Ehrenwein zu prcsentiren und sie durch denAnführer becomplimentiren zu lassen. Bei dem heute stattgefundenen eidgenössische» Gruß war der geschmückteste Vortragderjenige des Herrn Repräsentanten von Lucern; ungeachtet es auch demjenigen des Repräsentanten von Uri an Bildern undAusdrücken von gemischter Art nicht fehlte, Herr Landammann Reding machte eine beredte und rührende Schilderung vonder zu Schwhz abgehaltenen Landsgemeinde und den dabei einmüthig geäußerten, ächt schweizerischen und vaterländischenGesinnungen. Von den beiden Repräsentanten von Untcrwaldcn zog derjenige nid dem Wald Hallers Verse am Bcinhauszu Multen sehr schicklich an. An Neichthum der Gedanken und schicklichen Anspielungen zeichnete sich auch der Vortrag desHerrn Repräsentanten von Freiburg aus. Er beschloß seine Rede mit Rousseaus Worten:Venedig wird fallen, weil esdurch Schrecken herrscht, Bern hingegen wird stehen, weil es durch Weisheit herrscht", und bekräftigte diese merkwürdigeProphezeiung mit einem nachdrücklichen:Es sei!" Die Berichte aus dem Pays de Vaud werden immer besser und da diedaselbst befindliche Standcsdeputation einen so glücklichen Einfluß gehabt hat, so wird sie vermuthlich noch verstärkt werden. i5>!!3, Januar. In der gestern stattgehabten Sitzung des geheimen Rathes mit der gesammten Nepräsentantschaft gedachten HerrSchultheiß von Mülinen, wie nachher mehrere Mitglieder des geheimen Raths mit Wehmuthsvoller Empfindung der nochimmer anhaltenden Betriebsamkeit mehrerer theils bannisirter, theils contumacirter, sowohl bernerischcr als freiburgischcrUnterthanc», die sich bemühen, durch alle möglichen Mittel ihr Vaterland in bedenkliche Bewegung zu setzen und durch dieverruchtesten Calomnicn die Regierungen bei ihren Untergebenen anzuschwärzen und in dem gehässigsten Licht darzustellen.'Die Repräsentanten der drei demokratischen Stände gaben auf besondcrn Befehl und Instruction ihrer hohen Principalendem L. Stand Bern die feierlichste Zusicherung nicht nur bei eintretenden Gefahren von Außen, sondern auch wenn ihreRegierungsverfassung, ihre Verhältnisse durch innere unglückliche Auftritte und Bcgegnissc der mindesten Gefahr ausgesetztwerden sollten, mit aller ihrer Kraft zu ihnen zu stehen und legten zugleich die öffentliche Erklärung ab,durch Bündeund Verträge bei Ehr und Eid verpflichtet zu sein, für ungeschwächte Aufrechthaltung aller schweizerischen Verfassungen, soverschieden dieselben auch immer sein mögen, Gut und Blut aufzuopfern." <151 jj 4. Januar, Von Genf, sagt man, auchdie entschiedensten Demokraten seien fest entschlossen, die Unabhängigkeit ihres Vaterlandes auf das äußerste zu vertheidigc»und haben diesfalls bereits Schritte gethan, die sich nicht wohl wieder zurücknehmen lassen, iS) jj 3, Januar. Seit mehrernTagen bemerkt man die bedauerlichste, gefahrvollste Einwirkung und Betriebsamkeit von französischen Beamten in der Landschaftdes Standes Solothurn, für die man da und dort Empfänglichkeit zeige. Bei der Berathung der Repräsentanten mit demgeheimen Rath fand man, der L. Stand Solothurn möchte geruhen, durch kluge, verständige, kaltblütige Männer von derRegierung oder Beamte, auch andere Individuen der Landschaft mit der möglichsten Vorsicht diese Friedensstörer beobachtenzu lassen und schon dadurch ihren unseligen Einfluß, wo nicht ganz unschädlich zu machen, doch beträchtlich zu hemmen;übrigens solche ungebetene Rathgeber mit freundschaftlichen Worten wegzuweiscn und bestmöglich von ihren Landen entferntzu halten, und endlich bei immer überhandnehmenden Übeln Folgen dieser so schädlichen Einwirkungen vcrificirte Facta an diegemeineidgcnössische Tagsatzung in Aarau mit dem Ansuchen zu überschreiben, daß gemcineidgenössische Beschwerden diesfallsan den diesmaligen französischen Geschäftsträger, Herrn Mengaud, möchten von der dortigen hohen Stelle überschrieben werden.Gestern ward mir das so höchst wichtige als äußerst kränkende Schreiben des Herrn Mengaud aus Basel vom 13, NivoC(L. Januar) an den hiesigen Stand mit der von dem geheimen Rath projectirten Rückantwort communicirt. - Jenes lautet:Sans prvtvnclro in'tininiscor clans I'examon clos mosures quo Vous oro^v? clovoir pronctro pour Voiro silrolö lnlörivuro.1v n'al pu appronNro quavoo IniIIxnatlon, quo >»Iuslours Nalcllants >Iv Volro Ltal sont leles clans los kors, i>our avc>lmonlrs cles sonllinont» q»i pouvont n örro pss los Vntres, mais qul, rapprooties clo oeux clu liouvvrnvinvnt kranrs^->»l iinposool le Nevolr No lomoizno, son iinpraballon sur Is rlguvur clos porsvoulions Uunl ils sunt l odjot. l'lSvo'N,