86 Juli 1783.
zu besorgen, daß diese Öfnung bald wieder angefüllt werde, wenn man von der Nefelsbrugg Wega, bis gegen dem alten Sch^lWindegg über, die Linth nicht in einen behörig breiten Raum mit Wuhren einsaßet, damit solche das mitführende GrienSchlam nirgendwo liegen laßen könne.
Wäre die Linth bißher durchgehends auf eine ihr angemeßcne Breite und virocttoii eingezaunet gewesen, so hättendie gegenwärtig vor Augen stehenden bösen Folgen, „ohne anders ausbleiben müßen.
Dem vorbeschriebenen allerdings beträchtlichen Übel abzuhelfen, können Vierprojeelo gegeben werden; deren Ausführ»»!auf dem beyliegendcn rinn bezeichnet ist.
Erster i'rojoot.
Wann mann die Glarner-Linth bcy der Nefelsbrugg dem Wallenbcrg nach, durch einen neu gegrabenen canai in den S«leiten thäte, so würde dadurch:
1.) Alles mitbringende Grien und Sand in den See versenkt, und vermitlest dcßcn weniger oder gar kein Schade verursacht
2.) Diese öfters schnell anlauffende Linth in dem See vertheilt, und durch dieses, stat eines reißenden ein stilleres ^zahmeres Waßer erhalten.
3.) An keinem Ort mehr zu besorgen sehn, daß beh Wassergüßen etwa Ausfüllung von Grien und Sand geschehen kön»s
4.) Sich ganz sicher ergeben, daß die Kosten, welche die Eröfnung der Wesener-Linth mit sich bringt, für immer iv^'angewandt wären.
5.) Die Schiffahrt viel bequemer werden, weilen die Linth von der Ziegelbrugg an bis in den Zürichsee nach und nach ^wenig Mühe und Kösten, in einen zur Schiffarth dienlichen Stand gebracht werden könte.
Nach obigem wurde dann die Breitte vom Auslauff des Sees, oder Wesener-Linth, in ciro-, 200 Schue erfordern.
Nach dem Zweyten projeol:
Würde die Linth im alten Linthbett biß zu dem Nieder-Urnenbach gelaßcn, selbige aber mit Wuhren und Strych-Zäüncngehöriger Breite eingefaßet, damit das Grien nirgend Plaz habe sich anzulegen, und dadurch die Linth nicht von ihrer gegeben^vireclton verträngt werde.
Bei dem oben bemelten Bach würde die Linth aus dem alten Bett genommen, und in einer sanften Biegung links über ^Strcüe-Rieder hinunter, 3000 Schue untenher der St. Sebastian wieder in das alte Bett geleitet.
Bey dieser i-iuion würde das Grien auch nirgendwo sich anlegen können, sondern es würde solches in'das alte, allzuw^Linthbett hingetragen; da dann selbiges wegen ziemlicher Entfernung von der Ziegelbrugg nicmahlen den Auslauff deshemmen, und also von da her gar keine Aufschwcllung deßelben erfolgen würde, noch zu besorgen wäre. Auch könte der schnellLaufs der Glarner-Linth gegen der Wesener-Linth, selbige hier nicht so stark zurück stoßen, indeme diese leztere auch zu eine?zimlich starken Laufs gelangen wird. In fernerem würden die Güther linker Hand, 50 Schue neben dem neuen Linthbett du^den von der ausgegrabenen Erde aufzuführendem Damm, beßer als bißher, der Übergüßen halber gesichert sehn.
Hier und bey denen zwei folgenden projeotvii aber müßte die Wesener-Linth auf 140 Schue Breite ausgeräumt werde».
Nach dem Dritten projoot:
Würde die Linth, gleichwie bey Ko. 2. in ihrem alten Bett gelaßen, und von da wegg in gerader lllniei, 3000 Schue u»^der Ziegelbrugg mit der Wesener-Linth vereiniget.
Da aber bei der Vereinigung dieser beyden Strömen, die Wesener-Linth noch keinen starken Laufs haben kann, so(damit dieselbe nicht zuruk getrieben werden könne) ein ziemlich langes sogenantcs Zungen-Wnhr erforderet.
Es wird aber dann noch nötig seyn, bey der Vereinigung, vermitlest großer Steinen, die Tieffe des Betts zu bezeichne^damit wenn etwas Grien untenher der Vereinigung abgelegt würde, selbiges von Zeit zu Zeit wieder auf die bemerkte T>»'ausgeräumt werden könne; da ansonsten das alte Übel bald wieder vorhanden seyn würde.
Dem linken Uffer nach würde auf gleiche Art wie bey dlo. 2. zur Sicherheit des Landes ein Damm aufgeführt.
Nach dem vierten projvot.
Würde das alte Linthbett beybehalten, selbiges aber mit Wuhren und Flechtwerken oder Zäünen eingefaßet, das Zung^Wuhr ob sich und nid sich bis 450 Schue über die Brugg hinunder verlängeret und das alte höher gemacht werden damit ^Waßer nicht darüber lauffen könne.
Die Steine zu sothanem Wuhr könnten von dem Felsenkopf, welcher rechter Hand obenher der Brugg, in die Wesener-Liiwhinausraget, genommen, und dardurch diesem Fluß zugleich mehrere Breite verschafft werden.
Hier müßte mann aber mit gleicher Vorficht, wie in hievorigem 3 » projoot gemeldet worden, allezeit die behöriae TMunderhalten, und das Grien, welches unter dem Zungen-Wuhr möchte abgelegt werden, „alle Jahre wieder aus die besti^'Tieffe wegschaffen. Würde man dieses unterlaßen, so würde man auch immer das gleiche Übel vor Augen sehen.
Nachgchends werden die vovlso von jeder projocllorlen l-Inlo», spvcigderl folgen:
vevto zu dem Ilten Projekt,
welches die Linth dem Wallenberg nach in den See führen soll. Dieser canai soll 15« Schuebreit und linker Seits, 100 Schue davon, zur Sicherheit des Lands mit einem Damm ver-sehen werden.
Wann der Graben oder llansl nicht ganz ausgegraben wird, sondern nur in der Mitte undzu beyden Seiten 4 Schu tief, bey a. und d. aber nur 1 Schue tief, wie in beygezeichnctem?rom-Riß zu sehen ist; so belauft sich die Ausgrabung auf 22918 cudio-Klafftcr; das Klflr.
" "/-Fl - Fl. 34377.
Das übrige soll der Strohm wegtragen.