Juli bis August 1781. ZZ
sie beim Portal von einem GesandtschaftSattachö, vor der inncrn Thürc von drei andern Cavalicrcn,und innerhalb derselben von dein Ambassador selbst empfangen wurden. Dieser schritt dem ersten Gesandtensur Rechten durch die Antichambrc, in welcher die Livrüe paradirtc, in das Zimmer, liest sich in den"bersten der fünf sich gegenüber stehenden Fanteuils, die Gesandten in die vier übrigen nieder, die Suiteauf Sesseln längs der beiden Seiten des Zimmers. Nach einer allgemeinen kurzen Unterhaltung beur-laubte man sich und ward auf die gleiche Weise zurückbegleitet. Am nämlichen Morgen legte der Ambas-sador den Gegenbesuch ab. Er kam in einer zwcispännigen Kutsche gefahren, vor welcher vier Lakaienbegingen. Die Reiter mit der Farbe standen vor der HauSthürc der Herberge, innerhalb derselben die^"dienten. Beim Aussteigen wurde die Exccllcnz von den Gesandten beider Stände empfangen nndNachher wieder bis zur Kutsche zurückbegleitet. H 2. «. Am Dienstag, den 1t>., wurde die erste Konferenzehalten. Der Ambassador eröffnet dieselbe mit der Erklärung, er habe den Bevollmächtigten der beidenStände drei Sätze vorzulegen nnd deren Einwilligung zu begehren, bevor man zu der Hauptarbeitschreite. Der erste Satz lautet, cS möchte von Seite der Mediation an die streitenden Parteien dieErklärung geschehen, dast die bevorstehende Besetzung des grossen RathcS in «tat» <znn verbleiben und bis^ Ende der Mediation nicht vor sich gehen solle. Hiegcgcn machen nun die Bevollmächtigten so entschiedeneEinwendungen, dast der Ambassador sich gefallen lästt, diesen Punkt einzustellen, bis neue Befehle von^aris angelangt sein würden. Der zweite Satz geht dahin, dast die Parteien zu Genf durch ein andrn dortigen Magistrat gerichtetes Schreiben einzuladen seien, einige Personen aus ihrer Mitte nachSolothurn zu schicken, theils um die nöthigen Informationen zu ertheilen, theils um die BeschwerdenUnd Wünsche jeder Partei der Mediation vorlegen zu können. Mit Bezug auf dieses Verlangen erklären^ Gesandtschaften, sie könnten ihre Einwilligung blost zu einem an den Magistrat von Genf zu erlas-llndcn Schreiben geben, in welchem ihm anzuzeigen wäre, die Mediation sei bereits damit beschäftigt,seit Anfang der Unruhen geschriebenen und im Druck erschienenen Pioecn in Erwägung zu ziehen,^ wenn Jemand denselben noch mehrere Erläuterungen beizufügen wünschen würde, sei man bereit,solche anzunehmen. Der dritte von dem Ambassador vorgeschlagene Satz, dast die Mediatoren sich nicht'^ch Genf begeben sollen, bis ein Plan zu Stande gebracht sei, von dessen Annahme man versichert seinkönne, sti„,»w „och weniger mit den Grundsätzen der Bevollmächtigten übcrcin. Sic begnügen sich jedocb,^ Erwartung der fernern Acustcrungen des französischen HofcS, die Erörterung dieses Punktes bis nachEntwerfung der Conciliationsmittel zu verschieben. H 3. «t. Nachdem man sich über den bei Anhand-^ohme der Hauptarbeit zu befolgenden Pfad verglichen hat, geht man „mit unverdrossenem Muthe" anrcsclbc. Schon ist man weit vorgerückt, als der Ambassador am 2(1. Juli neue Instructionen eröffnet,den gemessenen Befehl enthalten, zu Entwerfnng des ConciliationSplancS keine Hand zu bieten, bisBevollmächtigten beider Stände obigen drei Präliminarsätzen beigestimmt haben würden. Da dieseatze ihren Instructionen gänzlich zuwider laufen, erneuern die Gesandten ihre bereits gemachten Vorstel-^ugcn und richten an den Ambassador die Bitte, den Hof zu vermögen, von den fraglichen Prälimi-narien abzustehen; allein derselbe erthcilt die Antwort, dast er sich nicht im Falle befinde, von seiner"I »nmtcn Instruction abzuweichen. 8 4. e. Die Eonfercnzcn wurden nunmehr eingestellt und nachdemGesandten beider Stände einige Tage zugewartet, ohne dast von dem Botschafter neue Vorschläge"^folgten, und eine durch sie zur Ucbersendung nach Paris eingereichte Note ihn zu der Bemerkung vträn-ke, ein solches Ansuchen würde ohne alle Wirkung sein, so berichten die Gesandten die Lage der Sache