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Ueber den Einfluß des Evangelischen Lehramtes auf das Wohl des Staates : Eine Synodalpredigt, mit einigen hinzugefügten Bemerkungen und Herzensergiessungen
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57Evangelium nicht gerechnet werden dürfe. Daßſich die Lehre Jeſu als Führerinn zur höheren Be-stimmung des Menschen ankündige, davon kannuns das flüchtigste Durchblättern unſerer heiligenbücher sehr leicht überzeugen. Bald heißt sie inänem beschränktern Sinne des Wortes die Wahr-eit, bald die Erkenntniß der Wahrheit zur Gott-igkeit, bald eine Gotteskraft, welche glückseligmacht alle, die daran glauben; und alle ihre Lehren,Verſchriften und Verheiſſungen — beſtätigen ſie escht offenbar, daß sie diesen Namen mit Rechthri? Was also die Schriften der Evangelistender Apostel noch ausserdem enthalten mögen,so wissenswürdig dieses für ihre Zeitgenossenseyn mogte, und für uns noch immer seyn3, ist nicht Evangelium, und kann nur in soein würdiger Gegenstand des Unterrichtsſtlicher Lehrer ſeyn, als es zur Begründung undfhellung der evangeliſchen Wahrheiten dient.praktische Wahrheiten sind der eigentlicheenstand derselben. Ein Lehrer, der seine Zu-er mit trockenen und unfruchtbaren Spekulatio-und Spitzfindigkeiten unterhält, verachtet diearnung Pauli: der thoͤrichten und unnützen Fra-entſchlage dich, und vergiſſet den hohen Zweckdes Amtes. Und sollte dies nicht auch bei dem-sen Lehrer der Fall seyn, der die Geduld ſei-ner