des Königs,- von den Knaben verfolgt, erftieg er die königliche Halle, rauftemit den Hunden und riß ihnen die Brocken, die ihnen zugeworfen wurden,aus den Zähnen, und die Hofleute warfen ihm Knochen und andres hin, aufdaß fie feinen Kampf mit den Hunden fähen. Als aber der König inne ward,daß er nichts fonft aß, als was den Hunden vorgeworfen wurde, warf erihnen gar viel hin, auf daß es der vermeintliche Narr elTe. Und der wolltenirgends liegen als bei den Hunden unter der Treppe, und dort nächtigte erauch unter Weinen und Beten. Der König aber, der großes Mitleid mit ihmhatte, ließ nicht zu, daß er gequält worden wäre.
Da gefchah es, daß die Heiden den König überfielen und fein Reich ver«wülteten, und der König zog mit den Seinigen ins Feld/ und Robert trugMitleid mit ihm und betete für ihn. Da erfchien ihm ein Engel Gottes undhieß ihn, ihm zu folgen und die Waffen, die ihm Gott gefandt habe, zu nehmenund feinem Herrn zu Hilfe zu eilen und fie nach dem erkämpften Siege wiederhinzulegen, wo er fie genommen habe. Er führte ihn zu einem Quell indem Garten des Königs, wappnete ihn mit einer weißen Rüftung, die ein rotesKreuz trug, und ließ ihn ein weißes Pferd befteigen. Und Robert fprengte zumHeere und fchlug und vernichtete die Feinde,- und als der Sieg errungen war,kehrte er zurück und brachte Rüftung und Pferd wieder an den Ort, wie ihmder Engel befohlen hatte. Das fah, von dem Fenfter ihres Gemaches aus, dieeinzige Tochter des Königs, die (tumm war,- als nun der König heimgekehrtwar und feine Leute fragte, wer der Ritter in der weißen Rüftung, der dasgetan hatte, gewefen fei, und ihn niemand zu finden wußte, deutete das ftummeFräulein mit dem Finger auf den Mann, der den König ein Narr däuchte.
Die Feinde kamen mit einem größern Heere wieder, und Robert tat,auf Geheiß des Engels, ebenfo wie das andere Mal und rettete den Königund fein Heer und überwand alle Feinde. Und als das der König fah, befahler feinen Rittern, diefen Mann, wenn fie ihn auf keine andere Weife vor ihnbringen könnten, zu greifen, auf daß er ihn erhöhe und ehre. Darum ftieß ihmein Ritter, der ihn vergeblich zu fangen fuchte, den Speer in das Bein, fo daßer ihn verwundete, und das Eifen des Speeres blieb in der Wunde (recken.Robert entledigte fich bei dem Quell der Rüftung, zog das Eifen heraus, warfes weg und legte Kräuter auf die Wunde,- dabei fah ihm wieder die Königs«tochter zu, und fie lief hin und nahm das Eifen.
Als dann aber der König verkündete, wenn jener Ritter, der den Siegerfochten habe, kommen werde, fo werde er ihm feine Tochter zum Gemahlgeben und ihn zum Erben feines Reiches einfetzen, da verwundete fich feinSenefchall am Beine und brachte ein Speereifen herbei, und der Ritter, der
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