wurde gewappnet und ebenfo einer von den Rittern des Fräuleins, und nunhatten fie auf die heiligen Reliquien zu fchwören. Zuerft fdvwor der Ritter:»Ich fchwöre, daß meine Herrin redit hat, und das ift mein Glaube.« Und derMarfchall fchwor: »Idi habe diefes Fräulein noch nie gefehen und fie wedermit ihrem Willen, noch durch Gewalt erkannt/ fo wahr mir Gott helfe unddiefe Heiligtümer!« Da wandte fich das Mägdlein zum Kaifer und fagte:»Die Wahrheit, ja die lauterfte Wahrheit hat der Marfchall gefchworen/ dennweder er, noch ein anderer hat je mit mir gefchlafen, und ich bin jene SchwefterWilhelms, die er vor Euch fälfchlich eines Vergehens bezichtigte, wie er esdenn jetzt durch feinen Eid bewährt hat.«
Voller Staunen über ihre Schönheit und Klugheit nahm der Kaifer dasMägdlein zur Gemahlin, und den Marfchall beftrafte er für die Verleumdung.Und er ließ Herrn Wilhelm fuchen, und der ward gefunden und kehrte inFreuden zu dem Kaifer zurück.
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