— 160 —warten mußte. Ein Detaschement der Pariser Gendarme-rie war nach Meaux beordert worden; es traf in derselbenStunde ein, in welcher die Kommissarien abreisten. Meh-rere Gendarmen kamen auf die Munizipalität und verlang-ten in einem derhenden Tone die Register des Gefäng-nisses. Ihre Absicht sieß sich leicht errathen. Gleich da-rauf giengen mehrere nichtswürdige Menschen aus derStadt selbst, mit dem Säbel in der Faust, von Thür zuThür, und zwangen die guten Bürger, ihnen zu folgen. Unterden Rädelsführern bemerkte man vorzüglich folgende: Diesnys Petit, Trödler; Hannover, Taglöhner; Tou-reluire, Limonadenwirth; und Goulat, Metzger. Zudiesen gesellten sich: Franz Lombard, Weber; PeterRobert, Schuster; Peter Lemaire, Taglöhner; Ha-drian Leredde, Maurer; Bouchet, Müllerpursche;Laplace, Gipser von Cregy; und Lebreton, Becker-pursche. Sie zogen mit einer großen Menge schlechter undguter Bürger, welche sie dazu genöthigt hatten, nach demGefängniß. Ihre Waffen bestanden in Säbeln und Bajo-netten. Nun führten sie einen Gefangenen nach dem an-dern hervor, und tödteten ihrer vierzehn im Hofe des Ge-fängnisses. Acht Priester waren darunter, die den Eid ab-zulegen sich geweigert hatten, und denen man hier Sicher-heit gegen die Volkswuth zu bereiten glaubte. Die sechsandern waren Verbrecher und zu mehrjähriger Kettenstrafeverurtheilt. Man findet ihre Namen auf der Tab. Nr. 1.Die Köpfe der Priester wurden im Triumph durch dieStadt getragen, und besonders durch die Vorstadt St. Ni-kolas. Letztere ist sehr volkreich, und wird fast ausschlie-ßend von Protestanten bewohnt. Dieser Umstand darf nichtübersehen werden.Vier
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