— 131Abends dekretirt, daß der Gemeinderath aufgehoben seyund zugleich, daß er sich wohl um das Vaterland verdientgemacht habe. Jetzt gerieth der besoldete Haufe an denThüren des Saals in Bewegung und ließ einen augenblick-lichen Aufstand befürchten. Mehrere Menschen drängtensich hinein und verlangten, die Stellvertreter der Gemeindezu sehen. Der Beschluß ward zurückgenommen: und sogelangen dem Gemeinderathe, auch diesmal wieder, alleseine Anschläge. Die Ermordung der Gefangenen zu Or-leans gehörte mit in seinen Plan. Inzwischen hatte Bar,rere gesagt: „Der Gemeinderath ist durch die Anarchiezur Welt gekommen; er muß mit der Anarchie aufhören.“In der Abendsitzung erschien eine Deputation eben die-ses Rathes und verlangte, daß die Gefangenen von Orleansnach Paris gebracht würden. Der Sprecher sagte: „Wo-fern ihr diese Forderung nicht bewilligt, stehen wir fernerauch nicht für die Rache des Volks. . . . Ihr habtuns gehört; ihr wißt, daß Insurrektion die heiligste allerPflichten ist.“Die, aus 750 Mitgliedern bestehende Nationalver-sammlung hatte nicht einmal den Muth, die Frechheit die-ser Abgeordneten zu ahnden. Woran lag das? Weil vieleMitglieder mit dem Gemeinderath unter einer Decke spiel-ten. Zudem war Lacroix, der Busenfreund Dantons,Präsident der Versammlung. Für alles Uebrige hatte derMinister der Gerechtigkeit gesorgt.Wenn man die Rede Talliens, deren innern Sinndamals freilich nicht jedermann verstehen konnte, mit Auf-merksamkeit durchliest, dann findet man das Wort desRäthsels. Er ist klar und dentlich — und wir können esnicht oft genug wiederholen — es ist klar und deutlich,9.
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